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Hallo Rainer,
es freut mich einfach, wenn die Dinge die ich mir oder auch andere sich hier überlegen und teilen einen Sinn ergeben.
Ich habe selbst vor ein paar Jahren die Klang-Beeinflussung bei Ethernet durch Isolatoren oder gestrippte Kabel (nach Vorbild von Hans-Martin aus dem Aktives-Hören Forum) war genommen, nachdem ich eigentliche der Meinung war, dass hier durch TCP/IP nix schief gehen kann. Danach bin ich auf die Suche nach den Ursachen gegangen.
Das Drosselkabel ist ja eigentlich mehr als ein Kabel – eigentlich ist es ein Filter, das bei dem einen oder anderen Forent ein Audioquest Diamond (und in Kombination mit dem WLAN Client so machen 4 stellig bepreisten Switch) in Rente geschickt hat.
Beste Grüsse,
Eric
Hallo Rainer,
herzlich willkommen bei ethernet-sound.com!
Schön zu hören, dass die Ergebnisse von hier auch bei Dir wirken.
Ich bin ja aktuell an dem Thema Isolator und denke, dass damit auch nochmal was in Deinem Setup gehen könnte.Beste Grüsse,
Eric
So jetzt mal der Reihen nach alle Transformer im Eye Pattern im Vergleich in einer Testreihe
TP Link Sg105E ohne Isolator

DELOCK Isolator

NEWAVA S22133

NEWAVA S22160

NEWAVA S22100

Newava 22083

MURATA DA101C

MURATA DA102C

MURATA DA103C

Pulse PE-65612NL

SC947-02LF
zu dem SC947-02LF muss man sagen, das diese eigentlich SMD Bauteile sind und ich diese mit Pins versehen habe, damit ich diese überhaupt testen kann. Dies ist absolut suboptimal, wodurch das Ergebnis hier mit Vorsicht zu genießen ist.
Hier zuerst ein Bild von der Installation:


Der MURATA DA102C, der NEWAVA S22083 und der Pulse PE-65612NL haben das sauberste Eye-Pattern. Gefolgt von dem NEWAVA S22160.
Aber auch hier ist dies nur eine Annäherung, da der Sockel, der nur für die Vergleiche eingelötet ist, hier doch Einflüsse auf das Ergebnis hat.
Beste Grüsse,
Eric
Hallo zusammen,
wie sich Isolatoren oder sonstige Geräte in der Signalkette auf das eigentliche Ethernet Signal auswirken, kann man nur in einer Eye-Pattern Analyse sehen. Alles andere ist Kaffeesatz lesen.
Hier sollte sich nun zeigen, ob die eigentlich für S/PDIF AES gedachten Transformer auch ihren Job bei Ethernet machen und meine Überlegungen passen.
Eye-Pattern des 100base TX Signals des TP Link Sg105E ohne Isolator

Alles so wie es sein soll
Eye-Pattern des 100base TX Signals des TP Link Sg105E mit DELOCK Isolator im Signalweg

Auch hier alles OK, jedoch schon etwas grenzwertiger.
Eye-Pattern des 100base TX Signals des TP Link Sg105E mit Isolator und Pulse PE65612NL Transformer im Signalweg
Jetzt wir es spannend. Ich habe hier den Pulse Transformer mal als Beispiel genommen, die anderen S/PDIF AES Transformer verhalten sich ähnlich, jedoch gibt es da natürlich auch leichte Unterschiede.

Auch hier alles OK, ähnlich wie beim DELOCK.
Also geht die Rechnung, dass man die S/PDIF AES Transformer durchaus auch für 100baseTX einsetzen kann auf!
Jetzt noch ein negativ Beispiel, was passiert, wenn man sich dann bzgl. der Transformer etwas vergreift. Ich habe aus versehen einen Transformer von Newava mit bestellt, der für Serielle RS232 und den MAX250/Max251 RS232 Chip gedacht ist. Interessanter Weise zeigt der Switch einen Link an und auch die Gleichtaktstörungen liegen in einem akzeptablen Bereich. Jedoch wenn wir uns das Eye-Pattern anschauen wird schnell klar, dass dieser Transformer nicht geeignet ist.

Zusätzlich sei erwähnt, das das Eye-Pattern nur am Anfang der Kette so aussieht wie ganz oben dargestellt. Über den gesamten Signalweg über Kabel, Stecker und Verbinder ist dieses auch nicht mehr in seiner ursprünglichen Form.
Die aktuelle Implementierung des Isolators ist durch seinen Stecksockel für die Transformer auch noch nicht optimal, sodass ich davon ausgehe, dass sich das Eye-Patter, aber auch die Störungsunterdrückung noch verbessern werden.
Beste Grüsse,
Eric
Hallo zusammen,
gerade gesehen, das Torben, der anscheinend hier noch mitliest, aber nicht mehr aktiv ist, sich bei OSA Electronic, die ich hier ins Spiel gebracht habe, ein Netzteil zugelegen möchte.
Schön wäre natürlich, wenn man denn von den Empfehlung hier profitiert, Erfahrungen auch hier zu teilen.
Beste Grüße,
Eric
So hier nun mal die ersten Ergebnisse.
zum einen wurde der Stromfluss der Gleichtaktstörungen mit der DIY über dem CAT Kabel gemessen und dann der Stromfluss der Störungen vom Empfänger nach PE um die Leckströme zu messen.
Hierzu habe ich einen Sockel auf die Isolator Platine gelötet, sodass die Transformer getauscht werden konnten.
Am Scientific Conversion Transformer habe ich Pins angelötet, sodass dieser so (auch wenn recht suboptimal) getestete werden konnte.Hier mal die Messungen ohne Isolator
Über dem CAT Kabel

Und der Stromfluss vom Empfänger zu PE
mit den 50Hz Störungen hier schön zu sehen
Und jetzt mit dem Klassenbesten Transformer
Über dem CAT Kabel

Und der Stromfluss vom Empfänger zu PE
Keine 50Hz Störungen mehr zu sehen
Und hier die Ergebnisliste

Der Scientific Conversion Transformer liefert Bestwerte, obwohl dieser nur suboptimal mit angelöteten Pins implementiert ist.
Weitere Ableitungen und Jitter Messungen kommen noch.
Beste Grüsse,
Eric
Und hier die Garde an Transformern für den ersten Vergleich. Leider haben die Scientific Conversion Transformer ein anderes Pinout, sodas diese hier noch nicht mitspielen können:

Hallo mal wieder,
Die Platinen sind eben angekommen und erste Vergleichstests laufen:

Hallo Stephan,
die 110 Ohm der AES Transformer liegen noch innerhalb der 10% Toleranz von Ethernet.
Die Frequenz (damit auch Oberwellen übertragen werden können für die Signalqualität) bei AES geht bei 192kHz um die 150MHz bis zu 200MHz.
Der SC947-02LF von Sientific Conversion ist z.B. bis 200MHz spezifiziert.
CAT5 für die Übertragung von 100base TX geht nur bis 100MHz.Somit sollte das passen – was auch auch die ersten Isolatoren, die ich ja messtechnisch und nicht nach Gehör zusammengesetzt habe, gezeigt haben.
Beste Grüsse,
Eric
Hallo zusammen:
Noch ein Nachtrag zum Thema Isolator.
Ich propagiere ja schon seit Mitte 2023 die 100% Isolation über WLAN (was anscheinend inzwischen nach über einem Jahr auch Trittbrettfahrer assimiliert haben und als Ihre Erkenntnis ausgeben und parallel ihre OLD6000 an ahnungslose verkaufen). Wenn man dies so praktiziert wie von mir vorgeschlagen, indem man Schaltregler der WLAN Clients eliminiert und direkt per Akku mit 3.3V versorgt (nur so lässt sich sicherstellen, das die WLAN Lösung auch optimal ist), gibt es eigentlich keinerlei Notwendigkeit für den Isolator – das ist nur Interesse von mir, was mich hier antreibt, da ich ja selbst hierfür eigentlich keine Verwendung habe.
Beste Grüsse,
Eric
Hallo zusammen,
neben diversen Transformer von Newava und Murata sind heute die Transformer von Scientific Conversion angekommen: http://www.scientificonversion.com/digital_audio.html

Jon Paul von Scientific Conversion, mit dem ich im Austausch stehe, ist / war sehr aktiv in dem AES Standard Committee, hat hier einige Standardisierungen vorangetrieben und selbst einige Paper verfasst (auf seine Webseite zum Download), die durchaus interessant sind und parallelen zum Ethernet Common Mode Noise Problem aufzeigen.
Der SC947-02LF, den ich nun auch habe, ist laut Jon Paul best in Class und wird auch in sehr vielen Geräten eingesetzt.
Allerdings gibt es hierzu auch kontroverse Meinungen, wie zum Beispiel hier, wo ein Profi die Newava den Scientific Conversion gegenüber bevorzugt: https://www.audiocircle.com/index.php?topic=41593.0Allerdings werden die Transformer bei mir ja anders eingesetzt, sodass ich auf die Ergebnisse, sobald die Platinen da sind, gespannt bin.
Beste Grüsse,
Eric
Wer wäre auch so borniert ?
Naja, soll schonmal vorgekommen sein . . . . 🤡
Beste Grüsse,
Eric
Hallo Stephan,
ne, aktuell habe ich keinen Regler hier rumliegen, da ich hier bisher nicht geforscht hatte.
Ich bin mir aber recht sicher, dass das Thema Ripple und Noise im Gegentakt eigentlich nicht das große Problem bei Ethernet sind, sondern hier der Gleichtakt der Netzteile gravierender ist.Ich teste da aktuell etwas rum und da zeigt sich z.B. das bzgl. der im Ethernet befindlichen Gleichtaktstörungen z.B. der Palmer Purifier, der Gleichtaktdrosseln hat, etwas wirksamer ist als der Mr. Nixie.
Ich habe auch inzwischen das Netgear Linear Netzteil bzgl. Ripple und Noise gemessen und da ist noch ein sehr starker 50Hz Ripple vorhanden. Trotzdem schneidet dies bei den Messungen des Ethernet Gleichtakt viel Besser ab.
More to come…..
Jedenfalls sollte man nicht glauben, dass man mit einem Chinesischen SuperCap Filter ein Schaltnetzteil in ein High End Linearnetzteil verwandeln kann.
Beste Grüsse,
Eric
Hallo zusammen,
da die Platinen für den Isolator noch auf sich warten lassen, habe ich mir nochmal das Thema DC Filter vorgenommen.
Ich hatte ja hier angekündigt mal Messungen von diversen DC Filter zu veröffentlichen, auch vom iFi iPurifier, jedoch sind diese Aufnahmen leider im Nirvana verschwunden.Inzwischen ist ein 12V DC SuperCap Filter vom Ali eingetroffen, sodass ich eben mal Vergleichsmessungen gemacht habe.
Als Last kam hierbei eine 12V 5W Glühbirne zum Einsatz. Gemessen wurde mit einer passiven 100MHz Sonde (meine aktive Differentialsonde hat hierzu m.E. ein zu hohes Eigenrauschen um aussagekräftig zu sein).
Gemessen mit „Büroklammer”-Methode, damit nicht zu viele Frendeinflüsse über eine lange Masseschleife eingefangen werden.Als Netzteil kam das RME ADi 2 DAC Standard 12V 2A von Adapter Tech. zum Einsatz
Getestet wurden folgende DC Filter gegeneinander (Im Bild von links nach rechts)

- Mr. Nixie Passiv DC-Cleaner
- 12V DC SuperCap Filter vom Ali
- Palmer Purifier
In dieser Messreihe aheb ich noch nicht die Gleichtaktstörungen gemessen – das wird die Tage folgen.
Hier die Ergebnisse:
RME Standard Netzteil 12V 2A Adapter Tech. Netzteil ohne Filter

Peak-Peak: 105,6mV
RMS: 8.2mVStörungen im Bereich von ca. 20kHz verursacht durch die Schaltregelung.
RME Standard Netzteil 12V 2A Adapter Tech. Netzteil mit Palmer Purifier

Peak-Peak: 34,4mV
RMS: 1,2mVSehr schöne Reduktion der Ripple vom Schaltnetzteil
RME Standard Netzteil 12V 2A Adapter Tech. Netzteil mit 12V Super Cap Filter vom Ali

Peak-Peak: 52mV
RMS: 2,4mVAuch eine Reduktion, aber nicht so stark wir beim Palmer Purifier
RME Standard Netzteil 12V 2A Adapter Tech. Netzteil mit Mr. Nixie Passiv DC-Cleaner

Peak-Peak: 11,2mV
RMS: 0,5mVHervorragende Reduktion der Störungen. Ich habe mehrfach gemessen und auch den Messaufbau kontrolliert, sodass diese Werte als gültig angenommen werden.
Fazit
Auch hier in diesen Messungen zeigt der Mr. Nixie Filter eine hervorragende Filterleistung. Und auch der leider nicht mehr verfügbare Palmer Purifier, den es mal für ca. 20€ gab, ist noch besser als der DC SuperCap Filter vom Ali.
Die Frage ist natürlich, welche Auswirkungen hat dies beim Einsatz im Bereich Ethernet und wie wirkt sich dies dann auf die klangbeinflussenden Gleichtaktstörungen im Ethernet aus. Dies wird in in einer weiteren Messreihe untersucht.
Beste Grüsse,
Eric
Hallo zusammen,
kurzes Update:
Die Platinen sind auf dem Weg zu mir.
Allerdings gibt es aktuelle einen Liefer-Engpass bzgl. der von mir verwendeten Transformer.Ich habe daher aktuell bei Digikey eine Auswahl an Alternativen bestellt und werde schauen, ob diese gegen die bisherigen eine Chance haben. Ich bin auch mit Jon Paul von Science Coversion im Austausch, um zu überprüfen, ob deren Transformatoren geeignet sind.
Best Grüsse,
Eric
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