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  • Autor
    Beiträge
  • #2361
    Eric
    Administrator

      Hallo zusammen,

      in diesem Thread sollten alle Themen rund um das Drosselkabel diskutiert werden.

      Beste Grüsse,

      Eric

       

      #2368
      Horchohr
      Teilnehmer

        Hallo Eric

        Mit einem 1m Startech UTP LAN-Kabel und einem Ferritring habe ich heute nach deinen Angaben ein Drosselkabel gefertigt, allerdings noch ohne Klappferrite.

        Ich habe es in meiner Kette zwischen einem 3,3V akkuversorgten WR902AC V4 OpenWRT und meinem Linn GADS3 eingesetzt. Als Vergleich diente das von mir bisher bevorzugte LAN-Kabel Audioquest Diamond.

        Nun, nach ein paar Stunden Hörvergleich, ziehe ich das Drosselkabel dem Audioquest vor.

        Das Audioquest Diamond macht bei mir eine schöne, breite und aufgeräumte Bühne. Die Bühne steht allerdings etwas zu weit vor den Neumann KH420. Bei manchen Tracks rücken Klänge in den Randbereichen der Bühne noch näher an mich heran. Ich empfinde dies als etwas unnatürliches Umhüllen.

        Beim Drosselkabel beginnt die Bühne etwa auf der Linie der Lautsprecher, sie ist etwas weniger breit, aber reicht sehr weit in die Tiefe. Alles klingt sehr realistisch und unaufdringlich. Auffällig ist auch, dass die viertuelle Mitte der Bühne besser fokusiert ist. Bisher hatte ich die leichte Überhöhung der Bühnen-Ranbereiche den Waveguides der Neumann KH420 zugeschrieben, dem ist aber offenbar nicht so.

        Ich bin schon neugierig, ob sich mit den Klappferriten und eventuell anderen LAN-Kabeln noch Änderungen ergeben.

        Auf jeden Fall jetzt schon vielen Dank für deine Anleitung!
        Hubert

        #2369
        Mister G
        Teilnehmer

          Hallo Hubert,

          Das AQ Diamond galt ja lange als “das” LAN Kabel. Schon sehr beeindruckend, daß Eric’s Kreation dieses quasi an die Wand spielt. Wow. Danke für deine Schilderung.


          @Eric
          ,

          Wenn der Drosselansatz so gut bei LAN-Kabeln wirkt, wie schaut’s bei anderen digitalen Übertragungkabeln  wie z.B. USB, SPDF, oder auch DC Kabeln aus? Könnte das auch was bringen?

          Wenn ja, dann sehen unsere Anlagen bald aus wie die Damen in den Sechzigern beim Friseur mit ihren Lockenwicklern. Noch ne JSSG Kupferhaube zum Trocknen und ein spannendes Magazin in der Hand…

           

          viele Grüße

          Matthias

          #2370
          Horchohr
          Teilnehmer

            Hallo Matthias

            Das Audioquest Diamond ist ja auch wirklich gut. Es hat bei mir alles bisher Getestete überflügelt. Aber gerade im Zusammenspiel mit dem Linn GADS3 neigt es zu den von mir beschriebenen leicht unangenehmen Effekten. Aber dies machten andere Kabel auch viel nerviger.

            Ich sitze heute schon über 4 Stunden vor meiner Musik. Und nach der Unterbrechung geht es weiter.

            Interessant ist nämlich, dass ich jetzt eine Hör-Pause machen muss, da das Ian Canada 3,3V Akkuboard für den AP  in den Lademodus geschaltet hat. Und dies ist jetzt deutlicher zu hören. Diese Aufgabe übernimmt übrigens ein LNT von Nuprime.

            Viele Grüße
            Hubert

            #2371
            Eric
            Administrator

              Hallo zusammen,


              @Horchohr

              Hallo Hubert,

              vielen Dank für Deine Schilderungen.
              Das Audioquest hatte ich schonmal am Anfang meiner Kabeluntersuchungen bei mir und das hat in den damaligen Messungen hervorragend abgeschnitten und war auch für mich die Referenz.

              Das wir jetzt in der Lage sind, ein 1.000€ Kabel gegen ein UTP Billig-Kabel mit einem 7€ Ferrit-Rings zu ersetzen, zeigt doch schön auf, das wir auf genau dem richtigen Weg sind und meine Ankündigung, das nun End-Game Stimmung herrscht, nicht zu viel versprochen war.

              Gleichtaktdrosseln einzusetzen ist ja wirklich nix neues, jedoch so umgesetzt wie hier anscheinend schon. Wenn das alles nix neues wäre, fragt man sich ja, warum angebliche Experten, die dies als alten Hut abtun, nicht schon längst sowas praktiziert haben.

              Ja, die Kabelwahl ist spannend. Ich war mit dem Nanocable, das ich gerade zur Hand hatte, schon so zufrieden, das ich nicht nach Alternativen gesucht habe – aber da könnte noch was gehen.


              @mister-g

              Hallo Matthias,

              bei USB sollte das ähnliches bewirken, bei S/PDIF eher weniger, weil asymmetrisch. Bei AES mit seinem symmetrischen Signal schon.
              Beim DC Kabel sollte die Drossel auch wirken. Eventuell könnte man dort über ein anderes Material des Ferrit-Rings nachdenken, das mehr im unteren Bereich wirkt. Vielleicht #31 bei Amidon.

               

              Beste Grüsse,

              Eric

               

              #2372
              SolidCore
              Teilnehmer

                 

                Hallo Eric

                 

                Sehr gut!

                Ohne Verwirrung stiften zu wollen, habe ich eine Frage zu der Messung im Spektrum.

                Man sieht, der höchste Wert, oder der Hauptteil der Störungen, befinden sich links-seitig, also im unterem Frequenzbereich. Die Skalierung selbst kann ich nicht erkennen.

                Ein typischer Ferritring wirkt so ca bei 10 bis 100 Mhz. Dann erfasst er die unteren Frequenzen doch eigentlich nicht. Wenn ich diesen nun mehrfach fädel, passieren üblicherweise 3 Dinge. Einmal ergibt sich in der Dämpfung so eine Art Buckel, der Wirkbereich wird verstärkt, die untere Grenzfrequenz verschiebt sich etwas nach unten, jedoch nicht bis meinetwegen 500khz. Dafür fällt die Dämpfung jedoch zu den höchsten Frequenzen etwas ab.

                Du hast doch den Tiny-VNA. Könntest du damit mal messen, welche Dämpfungskurve sich nur mit dem Ferritring ergibt, und auch mit 8x fädeln ? Deckt sich diese mit dem FFT der Signalmessung ?

                 

                Weiter so!

                 

                Gruß

                Stephan

                #2373
                Eric
                Administrator

                  Hallo Stephan,

                  der “Buckel” der Frequenzen ist im Bereich um die 20MHz – wie im auch schon im Artikel erklärt und ergibt sich aus Modenkonvertierung.
                  Ähnliches Bild ergibt sich auch bei single Pair OABR-Ethernet aus dem Automotive Bereich und zwar zu finden hier auf Seite 2: https://www.repo.uni-hannover.de/bitstream/handle/123456789/5450/25_Spaegele.pdf

                  Das wird recht gut getroffen durch die 8-fach Wicklung bei dem Würth Ferrit Ring.

                  Aber bevor wir anfangen wild zu theoretisieren, was man noch besser machen könnte – einfach mal ausprobieren – ich habe mir schon was dabei gedacht 😉

                  Beste Grüsse,

                  Eric

                  #2376
                  Eric
                  Administrator

                    Hallo zusammen,

                    heute ist nochmal eine neue Lieferung mit Kabel und Kernen gelandet.

                    Ich hatte mir ein CAT6 Patch-Verlängerungskabel bestellt, um daraus einen Filter zu bauen, mit dem man kurz mal die Wirkung an verschiedenen Stellen ausprobieren kann:

                    Da die LS50WII über das CAT6 Kabel zwischen den Boxen auch ein Differentialsignal kommunizieren, teste ich dies gerade mal zwischen den Lautsprechern.

                     

                    Beste Grüsse,

                    Eric

                    #2378
                    Torben
                    Teilnehmer

                      Hallo Eric

                      Das ist eine super Idee 👍 Werde ich mal testen wenn ich wieder in Hamburg bin.

                      Welches CAT6 Patch-Verlängerungskabel hast du benutzt?

                      Grüße aus Mallorca 🌞

                      Torben

                      #2379
                      Eric
                      Administrator

                        Hallo Torben,

                        ich habe dieses hier bei Ebay bestellt: https://www.ebay.de/itm/196027593088

                        Beste Grüsse und schöne Zeit auf der Insel,

                        Eric

                        #2382
                        Max
                        Teilnehmer

                          Hallo Eric, hallo zusammen,

                          gestern waren die Einzelteile für ein Drosselkabel nach Deiner Anleitung endlich beisammen.

                          Mein LAN Kabel, das ich bisher verwende, ist 1m lang,
                          für das Drosselkabel habe ich mir den gleichen Kabeltyp in 2m besorgt, mit Drossel dann ca. 1,3m.
                          Aber vorher noch kurz 1m mit 2m verglichen, klingen relativ ähnlich, kann also losgehen.
                          Die Drossel ist groß, sehr groß, das macht es leicht die 8 Windungen unter zubringen.
                          Nach der Drossel habe ich noch zwei Würth Klappferrite 74271112,
                          vor der Drossel sollen später noch weitere Klappferrite mit dem Golomb Lineal verteilt folgen,
                          aber nicht gleich alles auf einmal.
                          (Ein Nanocabel 10.20.0402 liegt als Alternative bereit, hat aber noch keine Drossel)

                          Ich habe gestern nur kurz mit dem Drosselkabel gehört,
                          Drosselkabel zwischen WA801ND und meinem Streamer,
                          erster kurzer Eindruck ähnlich wie bei Hubert,

                          klingt realistisch, unaufdringlich, weniger Sibilanten und besser fokussierte Räumlichkeit.

                          Nur mechanisch ist die aktuelle Drossel + Klappferrite ein echtes Schwergewicht,
                          das zieht schon deutlich an der LAN Buchse und/oder das ganze Gerät verrutscht bei mir,
                          da muss ich mir noch was einfallen lassen.
                          Wie habt Ihr das gelöst ?

                          So jetzt darf sich das Drosselkabel am Rechner tagsüber einspielen und Abends wird dann weiter gehört.

                          Grüße
                          Max

                          #2383
                          Eric
                          Administrator

                            Moin Max,

                            vielen Dank für Deine Schilderungen – gut, das das Drosselkabel auch bei Dir seine Wirkung zeigt!

                            Ich habe das Kabel auf dem Sideboard liegen, sodass es nicht an der RJ45 Buchse zieht – durch die mannigfaltigen Tests bei mir ist diese schon sehr stark belastet, sodass ich versuch wo es geht diese zu entlasten.

                            Eventuell kann man, wenn man sein Kabelsetup gefunden hat, die Drossel mit Kabelbindern oder auch mit Klebe-Kabelbinder-Fixierungen hinter dem Regal / Sideboard fixieren.

                            Oder man baut eine schicke (Holz) Kiste darum, führt beider Kabelenden hinten raus und behandelt das Kistchen wie eine weitere Komponente im Rack.

                            Beste Grüsse,

                            Eric

                             

                             

                            #2384
                            asw21
                            Teilnehmer

                              Hallo Ihr Gleichtaktler,

                              ich habe nun den Ferritkern mit einem USB-Kabel verheiratet, drei Würth-Kerne assitieren.
                              Es ist ein ungeschirmtes Kabel an einer USB-Verlägerung von AVM. Die nutze ich für den AVM-Wlan-Stick, der normalerweise im Musikrechner von Acousence steckt – Streaming über Roon/Qobuz. Diese Mimik hatte ich schon länger auf dem Kieker, denn die andere Stecke zum Dac halte ich für sauber, sie ist über die Acousence Lichtleiter galvanisch getrennt. Und Tempestfilter, Ferritkabel, PE-Drosseln und einige Auths im Haus etc. versuchen das Netz sauber zu halten.
                              Nun also: Ich kann mich den Beschreibungen der Lan-Spulen-Hörer nur anschließen:
                              Noch etwas entgrateter (vor allem auffällig bei entsprechenen Aufnahmen) , direkter, ich meine livehaftiger.  Statt nun weiterzuschwurbeln: Alle Zweifler sollten das mal ausprobieren.

                              VG
                              Roland

                              P.S.  An einem anderem Ort wurde ja Erics Beitrag zum Thema ins lächerliche gezogen:
                              “Weltneuheit”, aber schlecht erklärt. Zur Demonstration eigener Kompetenz wurde dann ein pdf zum Thema Balun eingestellt – witzigerweise dasselbe, auf das Eric in seinem Beitrag verlinkt hatte…
                              “Buzzword” und der Delock reißen das dann nicht mehr raus:
                              Wer Äpfel nicht von Birnen unterscheiden kann, für den ist alles Obst

                              #2385
                              Eric
                              Administrator

                                Hallo Roland,

                                sehr gut, das die Drossel auch hier funktioniert. Allerdings kann es sein, das hier noch Optimierungspotential besteht. Ich kenne mich noch nicht so gut aus mit dem USB Signal um sicher zu sein, das die Drossel hier maximal im richtigen Frequenzbereich dämpft – aber das ist doch ein neues schönes Ziel.

                                Bzgl. Deines P.S.:

                                Ich habe auch nie behauptet, das dies eine Weltneuheit ist, sondern nur erklärt, wie ich auf Basis von Messungen zu dieser einfachen Lösung (die so jedenfalls noch nicht im audiophilen Umfeld etabliert oder diskutiert wurde) zur optimalen Bekämpfung der Gleichtaktstörungen gekommen bin. Und die ich hier allen zugänglich mache und nicht für 400€ als überteuertes Produkt verkaufe (wobei dann natürlich 20% Forenrabatt obligatorisch wären).

                                Das mit dem Dokument ist schon sehr peinlich und zeigt, welche Motivation die Kollegen haben. Noch nicht mal durchlesen können sie und plustern sich direkt auf….. nur noch peinlich.
                                Und das diese Kollegen sich als Innovationspolizei aufspielen ist auch recht spannend. Ich wüsste keine wirkliche Innovation, die dort getätigt wurde. Das Anwenden von Netzfiltern, von Schutzleiterdrosseln, Ferritpaste auf Adern eines 230V Stromkabeln oder auch die Anwendung von Klapp-Ferriten ist meines Wissens dort nicht erfunden worden, sondern nur adaptiert und assimiliert.

                                Beste Grüsse,

                                Eric

                                 

                                 

                                #2386
                                asw21
                                Teilnehmer

                                  Hallo Eric,

                                  Optimierungspotenzial?
                                  Her damit!

                                  Beste Grüße
                                  Roland

                                   

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