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Hi Bosko,
Ethertool funktioniert nicht, da es nicht auf den Treiber zugreifen kann.
Ich bin gerade dabei mithilfe der KI den Treiber zu patchen und ein neues Image zu kompilieren.
Beste Grüsse,
Eric
Juni 20, 2026 um 07:49 Uhr als Antwort auf: The NanoPi Streamer — A $50 Endpoint That Competes with the Best #5739Hallo Eric,
interessanter Bericht und Lösung.
Da ich kein Roon User bin, werde ich mir das mal anschauen für einen Squeezelite Lösung – analog zu meiner WR902AC Implementierung. Bin gespannt welche unterschiede es hier gibt.Zwei Fragen:
a) hast Du versucht den NanoPi3 auch mal per WiFi zu betreiben?
b) Kannst Du mal probieren, den Ethernet Port auf 10base t umzustellen?Beste Grüsse,
Eric
Hallo zusammen,
konnte natürlich nicht warten bis zum Wochenende und habe gestern Abend und heute das 10base t Thema untersucht.
Also meine KEF LS50 WII kommen mit 10base t zurecht und Qobuz läuft darüber sehr stabil.
Leider kann der WR902AC ja nicht auf 10base t umgestellt werden, sodass ich mich nach Alternativen umschauen musste. Ich habe noch einen Mikrotik Hap Lite, den ich auf 3,3V Versorgung umgebaut hatte und bei dem man die Ethernet Ports auf 10base t umstellen kann.
An diesen habe ich zum Test meine Squeezeboz Touch angeschlossen und dann Vergleichsmessungen zwischen 100base tx und 10 base t gemacht mit interessanten Ergebnissen.
Zuerst der Vergleich der Signalformen gemessen mit dem Oszi.
10 base t

Das 10base t Signal zeigt wie schon vorher geschrieben keine grossen Kanten und Ecken auf. Es ist ein Differentialsignal und hier mit max. +2V und min -2V Spannungspegel.100base tx

hier horizontal etwas gezoomt:

Hier sieht man schön, das durch das Encoding bedeutend mehr Ecken entstehen.
Nun ein Vergleich der Spekten der Gleichtaktstörungen gemessen mit der DIY Stomklemme:

gelb: nur Squeezbox light
pink: 10base t
blau: 100 base txAb ca. 100MHz dominieren die Störungen der Squeezebox Touch (und Radio Funkfrequenzen). Beachtlich sind die Unterschiede darunter. Die Messung mit 10base t zeigt im Bereich bis 10MHz Störungen, was zu erwarte war, aber darüber bis zu den 100MHz fast keinerlei Anstieg. Im Gegensatz zu dem 100base tx, bei dem der Bereich signifikant erhöht ist.
Dann wurde mal mit dem Oszi der Störungsstrom mit der DIY gemessen.
100base tx

Peak-Peak: 69,6mV
StdDev: 6,8mv10base t

Peak-Peak: 41,8mV
StdDev: 1,7mvDas ist schon eine signifikante Reduktion der Störung.
Hier der WR902AC im Vergleich an der Squeezebox (achtung, ander y-Skalierung)

Peak-Peak: 56,4mV
StdDev: 5,7mv
Da heisst, das der Mikrotik Hab Lite im 10base t Modus geringer Stärungen produziert, als der optimierte WR902aC – spannend!
Danach habe ich soeben ein paar erste Hörtests gemacht.
Dabei gefällt der 10base t Port gegenüber dem 100base tx Port durch höhere Ruhe und eine natürlichere unaufgeregte Darstellung gerade von Gitarren und auch Stimmen.
Die Hörtestest wurden mit Drosselkabel gemacht.
Ich bin nun dabei zu schauen, wie man den WR902AC doch noch dazu bewegen kann auf 10base t zu laufen. Eventuell muss hierzu der Treiber modifiziert werden für openWRT, was nicht so trivial ist – aber vielleicht machbar.
Einen zusätzlichen Switch einzusetzen, den man dann auf 10base t drosselt, halte ich für wenig zielführend. Mit dem guten alten TP Link SG105E ist das zwar machbar, aber letztendlich erden, wenn man die Bob Smith Terminierung nicht modifiziert, Störungen vor dem Switch mit übertragen und man implantiert einen zusätzlichen „Störenfried“ in die Ethernet Kette, im schlimmsten Fall den Gleichtaktstörungen eines Schaltnetzteils.
Beste Grüssem,
Eric
Moin Matthias,
ich habe bisher 10base t als Option eigentlich nicht mehr in Betracht gezogen, da dies bei vielen Geräten nicht mehr wählbar ist und eigentlich schon stark veraltet ist (beim WR902AC z.B. gibt es dazu keine Standard Möglichkeit).
24/192 Files sollten da als Flac zwar noch trüber laufen, aber das wird dann schon etwas eng.Ich werde das mal bei mir testen, ob das funktioniert und auch mal messen.
Grundsätzlich ist davon auszugehen, das 10base t schon geringere Störungen produziert. Und das vor allem weil das Signal ein anderes Frequenzspektum haben dürfte und somit die Gleichtaktstörungen über Modenkonvertierung geringer ausfallen dürften. Bei 10base t ist die Frequenz des Signals , wenn nur Nullen oder nur Einsen gesendet werden 10MHz. Bei 100base TX liegt die maximale Frequenz bei 31,25MHZ. Alleine das wird aber m.E. nicht ausschlaggebend sein, sondern eher das Encoding (Manchester bei 10base t und 4B5B + MLT-3 bei 100base tx) und die daraus resultierende Signalform. Das 10 base t Signal enthält nicht so viele „Ecken“, soweit ich das schonmal angeschaut habe, und sollte daher einen geringeren Spektralanteil als 100base tx haben.
Ich werde mal am Wochenende mein Oszi und den SA anschmeißen und messen.
Beste Grüsse,
Eric
Hallo ejh369,
das ist ein sehr schöner Artikel, der alles gut zusammenfasst!
Vielen Dank auch für den Verweis – ein Verweis zusammen mit einem zu John R. Swenson ehrt mich.
Kannst Du noch etwas zu Deinem Background und zu Dir berichten?
Beste Grüsse,
Eric
Hallo James-Joseph,
schau mal bzgl. des WR902AC als Streamer in diesen neune Thread: https://ethernet-sound.com/forums/topic/lightweigth-usb-streamer/
ich habe das Thema hierhin ausgelagert.
Beste Grüsse,
Eric
Noch ein Update zum Thema WR902AC als Streamer.
Ich habe da gestern mal nochmal Vergleichshörtests gemacht.
Der Stack Audio Link II ist hier eindeutig dem WR902AC überlegen (wie auch schon dem Ulefon) bzgl. der Raumbildung und Separation – obwohl er höhere Gleichtaktstörungen produziert.
Das ist allerdings m.E. kein HF Sounding.Eventuell sind die Gleichtaktstörungen bei USB nicht so relevant wie bei Ethernet und hier kommt dann doch das Thema Clocking zum Zuge (trotz Asynchronem USB Modus).
Beste Grüsse,
Eric
Hallo Stefan,
vielen dank für den Bericht!
Benutzt der Kollege denn 4 x 2 Kabel oder 2×2 Kabel?
Beste Grüsse,
Eric
Hier noch.ein Bild vom RJ45/ meines Drosselkabels mit der Isolation von Pin 4+5 und 7+8.

Hallo zusammen,
ich habe erste Messungen zum Thema 2×2 vs. 4×2 Ethernet-Kabel durchgeführt.
Hier ein erstes vorläufiges Ergebnis, bevor ich die Tests noch einmal ausführlicher verifiziere:
Grundsätzliches zu 100Base-TX vs. 1000Base-T
Eine 100Base-TX-Verbindung (100 MBit) erzeugt grundsätzlich weniger Störungen als eine 1000Base-T-Verbindung (1 GBit). Deshalb ist eine 100-MBit-Verbindung aus klanglicher Sicht generell zu empfehlen.Falls sich die Geschwindigkeit nicht direkt an den Geräten einstellen lässt, kann man die Verbindung automatisch auf 100 MBit zwingen, indem man die für Gigabit benötigten zusätzlichen Adernpaare entfernt bzw. nicht verbindet.
100Base-TX nutzt nur 2 Adernpaare, während 1000Base-T alle 4 Paare verwendet.Daraus ergibt sich theoretisch, dass ein 2×2-Kabel besser klingen sollte als ein 4×2-Kabel, da damit automatisch nur eine 100-MBit-Verbindung möglich ist.
Messergebnisse
Zusätzlich haben die Messungen gezeigt, dass selbst bei einer bereits auf 100 MBit laufenden Verbindung eine Umstellung von 4×2 auf 2×2 noch Vorteile bringen kann.Getestet wurde eine Verbindung zwischen zwei TP-Link-100-MBit-Switchen, wobei einer der Switches fest auf 100 MBit eingestellt wurde.
Verwendet wurde ein Belden Bonded Cable:
einmal als 4×2 mit vollständiger Außenummantelung
einmal als 2×2-Version, komplett von der äußeren Ummantelung befreit
Jeweils mit Telegärtner-RJ45-Steckern konfektioniert.Anschließend habe ich beim 4×2-Kabel testweise die für 100 MBit nicht benötigten Pins an beiden Steckern isoliert bzw. abgeklebt.
So betreibe ich auch das Drosselkabel V2.5 an meinem WR902AC.Interessanterweise war diese Variante der komplett gestrippten 2×2-Version überlegen.
Mein aktueller Eindruck ist, dass dies daran liegt, dass beim isolierten 4×2-Kabel der ursprüngliche Kabelaufbau erhalten bleibt. Dadurch entstehen weniger Inkonsistenzen hinsichtlich Impedanz und Übersprechverhalten als bei der vollständig „gestrippten“ 2×2-Version.
Vorläufige Empfehlung
Die für 100 MBit nicht benötigten Pins am RJ45-Stecker des Ethernet-Kabels isolieren oder abkleben.
Alternativ können die Kontakte auch mit Lack oder Kleber isoliert werden.
(Ich habe dafür Schraubenlack verwendet.)
Wie gesagt: Das sind bislang erste Ergebnisse. Weitere Messungen und Verifizierungen folgen noch.Beste Grüsse,
Eric
Bei dem Drosselkabel habe ich bewusst auf die 2×2 Option verzichtet aus zwei Gründen.
A) Erstens sollte das für alle nachvollziehbar sein und die Wirkung nicht durch die üblichen Mythen wie Kabelmaterial, Steckerauswahl oder esoterische Tricks verwässert werden.
B) Beim WR902ac, der bei mir und den meisten im Einsatz ist, sind die nicht benötigten 2×2 Adern sowieso todgelegt.
Ich werde das aber nochmal gesondert mit einem 1000base tx Switch messen.
Beste Grüße,
Eric
@solidcore: Kannst Du mal zeigen, wo du genau die 3.3V einspeist?
Hallo zusammen,
kurzes Update zu dem WR902AC als Streamer.
Also bei den Messungen sieht der WR902AC bzgl. der Gleichtaktstörungen gegenüber dem Stack Audio Link II richtig gut aus und zieht locker an dem vorbei.
Allerdings nicht beim Hörtest. Der Stack Audio Link II ist einfach aufgeräumter und hat mehr Raum zu bieten. Das ist m.E. auch keine HF Sounding.
Ich bin noch am experimentieren an der FLAC -> PCM Konvertierung auf dem LMS Server. Aktuell mache ich das mit dem C-3PO Plugin und habe die Vermutung, dass hier Resampling im spiel ist. Zusätzlich bin ich dabei den WR902AC noch etwas zu optimieren. Mal schauen, ob ich noch an den Stack Audio Link II rankomme.Beste Grüsse,
Eric
@solidcore:
Der ADI 2 DAC benötigt nicht die 5 V – daher funktioniert der USB auch ohne 5V. Welches Problem Durch Dein Regler Einbau entstanden ist, lässt sich schwer sagen. Hast Du denn die 5V direkt am USB Eingang abgegriffen?Auch die kleinen 26650 Zellen haben im Geladenen Zustand 3,6V. Das verträgt der WR902 AC auch ohne runterregeln auf 3,3V.
Ich habe noch keine Klangvergleiche mit und ohne Schutzplatine gemacht. Ich werde dies mal am nächsten Wochenende machen – erwarte aber keine grossen Unterschiede. Die Eve MB31 habe ich nur besorgt wegen ihrer Kapazität, nicht, weil ich einen Klangvorteil hierdurch erwarte. Es geht mir nur um einen komfortablen Weg die Spannungsversorgung komplett autark von Ladegerät zu realisieren.
Ich kann mir ehrlich gesagt nicht erklären, wie der CYLD05F an einem freien Ethernet Port das Gleichtaktverhalten verbessern kann. Ich will nicht ausschliessen, das es einen Wirkung hat, aber erklärbar scheint mir dies nicht. Ob nun 2×2 oder 4 x 2 Kabel hierbei eine andere Wirkung zeigt, kann ich nicht sagen.
Beste GRüsse,
Eric
Hallo zusammen,
ich werde die Tage mal einen neuen Thread starten mit „WR902AC als Streamer“.
Ich habe nun ein recht stabiles Setup laufen und der WR902AC kommt bei direktem PCM Streamen mit 192/24 Files gerade mal auf 3% CPU Auslastung! Bei FLAC Streaming steigt die dann direkt mal auf über 50% an.
Jetzt werde ich das Setup mal gegen den Stack Audio Linn II testen: zuerst auf der Messbank und dann mit den Kopfhörern.
Beste Grüsse aus der audiophilen Alchemistenküche,
Eric
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