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  • als Antwort auf: Stromversorgung #3970
    Eric
    Administrator

      Hallo Matthias,

      richtig! Es kann keinerlei Rückschluss auf die Restwelligkeit getätigt werden.

      Diese sind meist getrennt in den Datenblättern angegeben, aber nicht relevant für die medizinische Eignung.

      Das Problem grundsätzlich ist, das bei den Netzteilen meist nur Ripple beachtet wird und.keinerlei Augenmerk auf CM liegt,.was m.E. mindestens genau so wichtig ist. Daher kommen m.E. auch die Klangunterschiede verschiedener Netzteilen bei Ethernet zustande, obwohl die Netzteilen vielleicht ähnlich gute Ripple Werte angeben.

      Gegen die schlechten Ripple.kann man in der Regel was mit DC Filter oder UltraCaps machen. Dem niederfrequenten Leckstrom ist da schon schwieriger beizukommen.

      Beste Grüße,

      Eric

      als Antwort auf: Stromversorgung #3965
      Eric
      Administrator

        Moin Moin,

        Bevor ich später detaillierte auf das Thema eingehe noch eine kurze Klarstellung.

        Die Klassifizierung in B BF und CF bei Netzteilen bedeutet, das das jeweilige Netzteil für diesen Anwendungsfall geeignet sein muss. Also dass bei CF nicht mehr als 10uA fließen darf, wenn der Patient mit dem medizinischen (vom Netzteil versorgten) Gerät in Berührung kommt. Und das kann auch mit DC sein.

        Daher muß dann bei für CF geeigneten Netzteilen der Strom (gemessen von DC Ausgang) unter 10uA sein, der über den Körper gegen Erde (oder PE) fließt.

        Hier wird nicht irgend ein Berührungsstrom am Netzteilgehäuse gemessen, wie man vielleicht naiv vermuten würde.

        Wäre dies der Fall, dann würden so ziemlich alle Netzteile CF tauglich sein, was natürlich Nonsens ist.

        Beste Grüße,

        Eric

         

        als Antwort auf: Stromversorgung #3962
        Eric
        Administrator

          Hallo Matthias,

          bevor ich viel Texte hier mal ein Artikel, der einiges erklärt.

          Beste Grüße,

          Eric

          als Antwort auf: Stromversorgung #3958
          Eric
          Administrator

            Hallo Stephan,

            gemessen wurde Störungsstromflüsse die übers Ethernet fließen und somit Klang beeinflussen können. Und diese werden stärker von den Gleichtaktstörungen im DC bestimmt als vom Ripple – was die Messung dann auch aufzeigt.

            Beste Grüße,

            Eric

            als Antwort auf: Stromversorgung #3956
            Eric
            Administrator

              Also hier mal die versprochenen Messungen.

              Also als Sender kam mein alter ASUS Switch zum Einsatz mit dem m.E. sehr schlechten Standard 12V Netzteil des RME ADI 2 DACs.

              Empfänger mein Netgear Hub mit LiFePo4 Versorgung, jedoch Masse geerdet, damit die Störungen auch gut fließen können und dann mit DIY Sonde vor dem Netgear Hub auf dem Belden UTP Kabel gemessen werden können.

              Messung ohne irgend eine Massnahme

              PK-PK 760mV
              RMS 26mV

              Messung mit eingefügtem Mr. Nixie DC Filter (der sich hauptsächlich um den Ripple kümmert – hier aber einen ausgesprochen guten Job macht)

              PK-PK 600mV
              RMS 21mV

              Messung mit einer einfachen Drossel: 9-fach Wicklung des DC Kables des Netzteils um den Würth WE-TOF 74270191 Ferrit Ringe. Hierbei wird ja nur auf den Gleichtakt eingewirkt

              PK-PK 240mV
              RMS 9mV

              Man sieht eindeutig, das der grössere und relevantere Hebel der Gleichtakt ist. Das alles noch nicht optimiert bzgl. Ferritauswahl oder Windungsanzahl. Das war nur mal schnell gewickelt um das zu demonstrieren.

              Beste Grüsse,

              Eric

               

               

              als Antwort auf: Stromversorgung #3955
              Eric
              Administrator

                Hallo Matthias,

                gerade bei USB Streamer ist die DC Versorgung mit ein grosser Hebel.

                Ich denke wir müssen unterscheiden, wo denn die Netzteilen eingesetzt werden. Bei Netzwerk Geräten sind m.E. die Gleichtaktstörungen, die sich zum Teil durch die Leckströme bemerkbar machen, entscheidender als der Ripple.

                Ich mache gleich mal eine Messung die das zeigen sollte.

                Beste Grüße,

                Eric

                 

                als Antwort auf: Stromversorgung #3953
                Eric
                Administrator

                  Hallo zusammen,

                  ich habe mal etwas an meinem Kopfhörer Setup rum gemessen.

                  Also als Ethernet Quelle dient jetzt der Mikrotik hap lite im Client Mode per WLAN mit der Fritzbox verbunden. Microtek mit Wandwarzen SMPS 5V.
                  Dann kommt die Squeezebox mit unterschiedlichen Netzteilen (siehe später).
                  Dann mit standard USB Kabel RME ADI 2 DAC mit Standard Netzteil und dann mein Denon D9200.

                  Gemessen habe ich mit der DIY Stommessonde über dem USB Kabel (Schirmung habe ich auf Seite Queezebox abisoliert) kurz vor dem RME ADI 2DAC.

                  Erster Versuch mit dem Standard Netzteil der Squeezebox.

                  Wenn ich hier das Drosselkabel V3 einsetze, dann steigen die Störungsstromflüsse über USB an gegenüber dem normalen Belden UTP kabel.

                  Zweiter Versuch mit LiFePo4 Stromversorgung der Squeezebox.

                  Nun gegenteiliger Effekt: Es sinken die Störungsstromflüsse über USB bei Verwendung das Drosselkabel.

                  Es scheint so zu sein, das die Wirkung des Drosselkabels bei einem solchen Setup ganz davon abhängt, wie hoch die Störungen des Streamers sind. Sind diese hoch, dann ist anscheinend ein Drosselkabel kontaproduktiv, da hierdurch dann mehr Störungen über den DAC fliessen.

                  Sind die Störungen durch den Streamer gering, dann kann ein Drosselkabel positiv wirken.
                  Das gleiche würde dann auch für andere Isolationsmassnahmen wie LWL oder auch OLDs etc gelten.

                  Beste Grüsse,

                  Eric

                  als Antwort auf: Stromversorgung #3952
                  Eric
                  Administrator

                    Hallo Stephan,

                    ja genau, wobei ich dieses hier nirgends in einem Shop finden kann.

                    Allerdings dieses hier: https://www.friwo-shop.de/de/netzteile-medizin/wechseladapter-systeme/14/fox18-xm?c=15273&number=1898133

                    Wobei man mal genauer untersuchen müsste, was hier unter Ableitstrom zu verstehen ist.
                    Ich denke, dass es der „Patient Leakage Current“ ist, der ja bei CF Netzteilen der kritische ist und der bei CF unter 10uA sein muss. Und das von mit dem Patienten in Verbindung stehenden Elementen und dann gegen PE über einer Simulation des Körpers, die so aussieht, gemessen:

                    Die Frage ist natürlich, was ist bei einem Netzteil mit dem Patienten in Verbindung stehend? Ich habe hierzu gelesen, dass beim Netzteil auf Ausgangsseite gemessen wird (also DC). Macht auch Sinn, da ja zu versorgende Geräte eventuell (meist dann mit Masse) mit dem Patienten in Verbindung kommen können.

                    Beste Grüsse,

                    Eric

                    als Antwort auf: Stromversorgung #3949
                    Eric
                    Administrator

                      Hallo Matthias,

                      ich will hier auf keinen Fall Panik machen und bastel ja selbst dauernd rum, aber wenn Händler mir z.B. wie kürzlich passiert lapidar zur Antwort geben, das Netzkabel kein CE brauchen (und damit demonstrieren, das sie keinen Schimmer haben) und auch sonst anscheinend belesene Hersteller sich hierüber hinwegsetzen und die naive Kundschaft teilweise wie die Weihnachtsgans ausnehmen, dann finde ich das wirklich erschreckend.


                      @solidcore

                      Du hattest ja das Thema Medical SMPS angesprochen.

                      Ich würde auf jeden Fall dabei darauf achten ein Netzteil Typ CF (Cardiac Floating) nehmen, da hier der Ableitstrom nur maximal 10uA sein darf.

                      Bei Typ B und BF sind es 10 mal so viel, nämlich 100uA.

                      Beste Grüße,

                      Eric

                      als Antwort auf: Stromversorgung #3947
                      Eric
                      Administrator

                        Hallo Stephan,

                        ja, beim Trenntrafo würden ja höchstens Potentiale auf PE wirksam, die es per kapazitiver Kopplung über den Trenntrafo schaffen, da PE ja ansonsten keinen Bezug hat.

                        Mit Symmetriertrafos kenne ich mich ehrlich gesagt nicht gross aus, muss ich mir mal anschauen.

                        Beste Grüße,

                        Eric

                         

                        als Antwort auf: Stromversorgung #3945
                        Eric
                        Administrator

                          Hallo zusammen,

                          nochmal zum Thema CE.

                          Hier ein interessanter Artikel bzgl. Gewährleistungsansprüchen bei fehlendem CE, für alle, die sichfragen, was Sie tun können, wenn Sie Artikel ohne CE gekauft haben: https://www.it-recht-kanzlei.de/ce-kennzeichen-gew%C3%A4hrleistung.html

                          Kurze Zusammenfassung: Das Fehlen des CEs ist ein wesentlicher Mangel, sodass vom Kauf zurück getreten werden kann, wenn das Produkt nicht gegen eins mit CE Kennung ausgetauscht wird.

                          Beste Grüsse,

                          Eric

                          als Antwort auf: Stromversorgung #3943
                          Eric
                          Administrator

                            Hallo Stephan,

                            mit der Erdung der DC Masse leitest Du die 50Hz Leckströme (eventuell auch noch anderes aus dem Stromnetz) auf PE und ziehst somit Masse runter, sodass auch die 50Hz bei Plus im gleichen Masse runter gehen.

                            Bzgl. CE geht es mir darum, dass hier Hersteller unterwegs sind, von denen sich auch welche in Foren immer wieder als Vorschriften Polizei aufspielen,  die ihre sauteuren Kabel an naive Kunden über den Handel verkaufen und nicht mal die Vorschriften kennen oder wenn sie sie kennen anscheinend vorsätzlich diese missachten. Das finde ich echt schräg und unakzeptabel.

                            Wenn ich das so mache wie Svensson hier: https://audiophilestyle.com/forums/topic/37034-smps-and-grounding/
                            dann wird CE des Netzteils nicht hinfällig, da ich am Netzteil selbst nichts mache.

                            Ob bei solchen Konstrukten oder auch sonstigen DIY Massnahmen die Versicherung noch mitspielt steht auf einem ganz anderen Blatt.

                            Beste Grüsse,

                            Eric

                            als Antwort auf: Stromversorgung #3941
                            Eric
                            Administrator

                              Hallo zusammen,


                              @steklo

                              Das mit dem „Stecker Ziehen“ habe ich auch eine Zeit lang gemacht und kann ich gut verstehen. In wieweit es den Schalteradapter auch in „audiophiler“ Qualität gibt, kann ich nicht sagen, ist aber vielleicht eine Marktlücke.


                              @solidcore

                              Das macht auf jeden Fall sinn mit den medical SNT. Die Frage, die ich mir stelle ist folgende:
                              Wenn wir den Ableitstrom direkt auf PE leiten, indem wir Masse auf PE legen, dann kann dieser ja nicht mehr über Ethernet fliessen. (Das ist ja der Hack von John Svensson ). Allerdings eröffne ich dann nochmal einen Pfad für Störungen vom Empfänger über Ethernet zu PE. Wenn ich jetzt einen Isolator hier habe, dann wird dieser Pfad jedoch schwierig. Somit stellt sich die Frage, ob es nicht hilfreich ist beim Switch die Masse auf PE zu legen, wenn man danach einen Isolator einsetzt.

                              Noch ein paar weitere Worte zum Thema CE:

                              Es sieht wirklich so aus, als müsste jedes Kabel, das einzeln verkauft wird, mit CE gekennzeichnet und auch konform sein. Grundsätzlich gilt die RoHs für alle Kabel, sodass schon daher eine CE Kennzeichnung erfolgen muss. Nachzulesen hier in einer zusammenfassung: https://www.ihk.de/blueprint/servlet/resource/blob/4395888/3fca2a11c7b75fa8958f56bfefbac506/merkblatt-die-neu-rohs-2019-data.pdf

                              Bei Kabeln, die mit einer Nennspannung zwischen 50 und 1000 V für Wechselstrom und zwischen 75 und 1500 V für Gleichstrom betrieben werden, gilt die Niederspannungsrichtlinie zusätzlich. Also bei allen Netzkabeln.
                              Auch hier in diesem Leitfaden nachzulesen: https://www.ce-richtlinien.eu/richtlinien/Niederspannung/Richtlinie/Leitfaden_NSP_2014_35_EU_Deutsch.pdf

                              Seriöse Kabelhersteller weisen dies aus (muss nicht auf dem Kabel selbst sein, kann auch auf Verpackung oder Datenblatt sein).
                              Z.B. Supra: https://supracables.se/datasheets/de/Power-cables/lorad-cable-1_5-cs-eu-angled-datasheet-DE.pdf

                              Oder auch hier bei dieser Billigstrippe von Reichelt schön auf dem Stecker zu sehen: https://www.reichelt.de/netzkabel-schutzkontakt-stecker-buchse-c13-sw-1-0-m-son-c13g-010b-p357735.html

                              Wenn jetzt Händler und auch Hersteller  (auch solche, die sich sonst als Rechtsexperten und Sicherheitsaufseher verstehen) von Boutique -Kabeln sich wegducken, ist das klar. Das ganze kann ziemlich teuer werden wegen Abmahnungen und auch Rücknahme.
                              Und wie es im Falle eines Kabelbrands die Versicherung bei fehlendem CE Zeichen und Konformitätsbestätigung hält ist auch nicht klar.

                              Ich würde mir jedenfalls kein solches Kabel kaufen. Bei Preisen jenseits der 500€ pro Meter und dem damit verbundene Reibach, den die Hersteller machen, sollten Sie wenigstens die Vorschriften kennen und anwenden.

                              Beste Grüsse,

                              Eric

                              als Antwort auf: LAN Isolator #3935
                              Eric
                              Administrator

                                Hallo Tom,

                                aktuell warte ich noch auf Rückmeldung von Pierre, der aktuell beruflich leider recht eingespannt ist.

                                Es gibt noch ein paar Fragen, die ich mit Ihme klären möchte, z.B. ob und wie die offenen Pins terminiert werden sollen und ob man RJ45 Buchsen mit Schirmung verwendet, damit noch man mit geschirmten Kabel experimentieren kann.

                                Beste Grüsse,

                                Eric

                                als Antwort auf: Stromversorgung #3932
                                Eric
                                Administrator

                                  Hallo zusammen,

                                  der Anfangsverdacht, das Ethernet auch zur Störungsableitung dienen kann scheint sich allmählich zu bestätigen. Ich denke, das man bei einem Setup mit Streamer-USB-DAC um ein USB Drosselkabel nicht dran vorbei kommt.

                                  Auch bei den Isolatoren ist ein CE notwendig – wurde ja schon erklärt, warum das bei allen Elektrogeräten inzwischen notwendig ist – versteht anscheinend leider nicht jeder Hersteller, aber hier passt es:

                                  Auch der Delock LAN Isolator hat ein CE Zeichen.

                                  Beste Grüße,

                                  Eric

                                Ansicht von 15 Beiträgen – 496 bis 510 (von insgesamt 1,317)