Verfasste Forenbeiträge
-
AutorBeiträge
-
Hallo Stefan
Fangen wir ganz vorne an. Jeder Linearregler hat eine Angabe im Datenblatt: Maximale Verlustleistung, in Watt.
Sie berechnet sich aus der Differenz Eingangsspannung zu Ausgangsspannung, mal den Strom. Ich meine der 902 benötigt 3 Watt bei 5V. P= UxI = 3W / 5V = 0,6 Ampere. Du willst von 5V runter auf 3,3V, somit: 1,7V x 0,6A (siehe unten) = 1,02 Watt reine Verlustleistung. Diese wird ausschließlich in Wärme umgesetzt. Der Wert Watt ist nicht spannungsbezogen, somit: 3W / 3,3V = 0,9 Ampere, die hinter dem 3,3V Regler fließen. So musst du mindestens einen doppelten LT3045 verbauen, und diese auch nur mit Kühlkörper. Der ideale Arbeitsbereich einen LT3045 ist 0,3 – 0,5V Spannungsdifferenz, deshalb nennt man diese Typen auch „Low Drop Regler“. So viel zu den Basics. Ich hoffe, du kannst folgen.
Nun zum 902:
Wie immer führen viele Wege nach Rom. Der 3045 ist ideal, wenn es darum geht, HF zu blockieren, was er bis ca 10 Mhz gut schafft. Andere, vor allem billige Regler, hören schon bei 100 khz auf zu dämpfen, sie werden „blind“. Im Datenblatt unter PSRR zu finden. Hinzu ist es ein wirklich guter Regler, um ihn hinter Schaltnetzteilen zwecks „Säuberung“ einzusetzen. Er kommt mit Ripple/Noise gut klar, bzw filtert diesen heraus. Da du jedoch mit einem Shanti fütterst, nicht mehr so wichtig. Bei einem USB-Akku schon eher.
Jetzt gehts aber weiter mit etwas, was gern miss-achtet wird. Man stellt sich die Frage, was habe ich eigentlich vor, und was wäre dafür passend ? Wir haben ja gelernt, ein Schaltregler erzeugt einmal Störungen auf seiner Schaltfrequenz, hinzu seine Oberwellen bis in den Mhz Bereich. Eric hat nachgewiesen, das diese im Ethernetbereich die CM-Störungen erhöhen. So geht es nicht primär um den saubersten aller Regler, sonder darum, den miesen Schaltregler auf dem Board des 902 zu ersetzen.
Da gäbe es 2 Lösungsansätze: Etwas komplexer: Den internen (Schalt-)Regler auslöten/totlegen, und mittels linearem überbrücken. Vorteil: Alles im Gerät, kann weiterhin mit der normalen Buchse mit 5V versorgt werden, wie vormals auch.
Oder: Einfach alles so lassen, und direkt mit 3,3V an die dafür vorgesehenen Anschlüsse (hatte Eric gezeigt) mit einem Kabel von außen in den 902 gehen. Setz du den Regler Netzteil-seitig, würde ich an der Lötstelle im 902 noch einen 100uF Kondi setzen, um die Induktivität des Kabels zu kompensieren. (Die sonst den Regler der Einspeisung beeinflusst). Muss aber nicht zwingend sein. Das ist schon „ein weiter gedacht“. Setzt du ihn in den 902, kann er entfallen.
Zu deiner eigentlichen Frage:
Dein 3. link fällt also wegen 0,5A weg. Das Doppelboard von LDOVR sollte so eben ausreichen:
https://www.ldovr.com/product-p/lt3045-1a0g.htm
Diese haben noch den Vorteil, das du sie für 2A ganz einfach Huckepack aufeinander stapeln kannst, wenn du mehr Leistung benötigst, bzw ein Board zu warm wird. (Ist dort beschrieben, wie das geht. Auch 3 und mehr ist möglich).
Der 4fach Regler von Ebay geht ebenso, mit 2 anderen Gimmicks. Einmal hat er sofort einen großen Kühlkörper, und seine Ausgangsspannung ist von 1V – 15V frei einstellbar, über den Trimmpoti. Somit sehr universell, falls du woanders mal einen brauchst. Nur durch seine Größe musst du ihn irgendwo außen hinzu stellen.
Zum Einbau in den 902 würden sich andere Regler ebenso anbieten, bleiben wir bei den simplen, guten mit 3 Beinen. Plus In / GND / Plus Out. Schön simpel.
Da würde sich ein Belleson anbieten. Dropout bis 2A ist 1V, kommt also hin:
oder: https://belleson.com/oc/en-gb/superpower/spx/spx78?route=product/product
Sellarz Regler sind grandios, benötigen aber leider Dropout +3V, passt also nicht.
Noch nicht genannt, aber sehr gut: TPS7A4701 Dropout >0,32V max 1A
https://de.aliexpress.com/item/1005006831938590.html
oder auch https://de.aliexpress.com/item/1005004360911588.html (an Kühlkörper schrauben)
Zu guter letzt noch ein Low Budget Regler LT1963, der vielen schon ausreicht. Dropout >0,4V max 1,5A
https://de.aliexpress.com/item/1005003486446233.html
(Achtung, der im link hat 5V Out. Bin jetzt zu faul einen mit 3,3V zu suchen. Gibts aber)
Alles genannte gibt absolut Sinn, von daher fast Geschmacksfrage (der LT1963 leicht schwächer).
Der Einfachheit her, auch vom Platzbedarf, und weil er mittels Mosfet am wenigsten eine Kühlung benötigt, wäre der Belleson. Idealerweise direkt an die Lötstellen im 902 angelötet, und entweder über ein Kabel von außen versorgt, oder totlegen des Schaltreglers, und dort die 5V der USB-Buchse abgreifen. Regler mögen keine langen Leitungswege zum Verbraucher.
Falls noch fragen sind, einfach fragen.
Gruß
Stephan
Nachtrag:
Ich verstehe auch nicht, wieso die technisch versierten nicht einfach die Schwachpunkte in den Geräten abstellen. Beim OLD6000 den Flyback, beim TP-Link den Schaltregler … usw. Schon hat man wesentlich weniger Sorgen die Dinger entstört zu bekommen. Wieso man da fast mit der Brechstange bei „Wandwarzen“ bleiben will, die dringend Filter benötigen, wobei man auch da fürs gleiche Geld schon was ordentliches bekommt. Eigenartig. Bei Nicht-Technischen Usern versteh ichs schon eher. Aber auch da kann man jemanden einfach fragen. Sind doch eigentlich nur Kleinkram-Änderungen.
Gruß
Stephan
Hallo Eric
Das ist nebenbei bemerkt sowieso der Gag. Hat man einen Fuhrpark der Wühltisch Plastik-Geräte, spielen diese natürlich übelst. Nun steckt man da enorm Geld rein, um die halbwegs zu Filtern. Dann spielen sie auch nur ganz ok, wobei man für den Gesamtpreis Wühltischmist + Tempest und Co aber auch schon gute Geräte bekommt. Schräg, oder ?
Ghoostknight hat mein volles Beileid. Er wird sich einfach nur wundern, und weiß gar nicht, wie ihm geschieht.
Gruß
Stephan
Hallo Eric
Nicht umsonst schrieb ich in einem Forum: Wer sich nicht weiter entwickeln möchte, muss das auch nicht. Hinzu hatte ich mal das Thema Ferritclips angeschnitten, das dieses typische einfache aufklipsen längst überholt ist, man kann besser fädeln. Reaktion: Null. Ein Pfiffiger hätte sofort gedacht: Moment, das gibt Sinn. Man verstärkt ja enorm dessen Wirkung. Das probier ich mal. Ein Honk jedoch denkt: Öööööhh was der wieder schreibt, ist eh Quatsch, meine Oma denkt das auch. Hehe. Und als Notbehelf, um schlau dazustehen, werden dann Beweise gefordert. Ich soll also das Denken oder suchen im Netz von anderen übernehmen ? Ja sicher. Mir ist es weiterhin egal. Wir müssen „so“ ja zum Glück nicht hören. Man kann immer nur anbieten. Ohne „Open Mind“ geht eh nix.
Und natürlich fällt man beim forschen auch mal in falsche Gedanken, bis man den Gral entdeckt. Da liege ich lieber 2x falsch, weil ich beim dritten mal dann endlich was erreiche, als alles totzureden, und nie was erreiche. Jedem das seine.
Im OEM mit diesem Ghoostknight war echt geil. Er hat überhaupt nichts verbrochen, und wird als dummer oder Geldgeiler dargestellt. Das aber manche 100,- für 2 Cinchstecker bezahlt haben, von ihren Freunden, und der neue nur 8,- will, wird nicht genannt. Zum Glück erkennt mittlerweile fast jeder, das es immer von den gleichen, und immer mit gleichem Ziel, niedergemacht wird.
Frage zum Drosselkabel v3. Wieso ist denn ein reiner Verbinder mit drin ? Hätte an der Stelle nicht auch der Isolator, oder ein dritter, sitzen können ? Nehme aber eher an, das Kabel war einfach zu kurz.
Welche Kerne sind das nun genau ?
Gruß
Stephan
Nachtrag, kann den Beitrag nicht mehr editieren:
Wo man oft eine hörbare Wirkung erzeugt, ist, eine Groundingbox an z.B einer Netzleiste direkt an PE anzuschließen. Da entfällt dann auch die kapazitive Kopplung usw. Das sich niemand die Frage stellt, ob das Wirkprinzip nun gleich ist. Was man durch eine Messung heraus finden könnte.
Immer, wenn ich derlei anspreche, oder auch das Kabel zur Groundingbox, das es nicht egal wäre, kommen mehrere „Mitläufer“, die noch nie Elektriker gelernt haben, und erklärn stolz, das könne alles nicht sein. Somit ist mir schon länger die Lust, derlei weiterführende Versuche zu nennen, vergangen. Zu kompliziert, hehe.
Hallo Eric
Schwieriges Thema. Zumindest für mich, der jetzt kein Messlabor-Freak ist. Ich hatte damals schon vorgeschlagen, solch einen Stromreiniger mal unbefüllt auch „zu hören“, und dann befüllt. Hat natürlich niemand gemacht. Würde mich nicht wundern, wenn das einbringen vom Gesammtkonstrukt Stecker-Kabel-Kupferplatten-Kabel-Stecker den größten Unterschied macht, durch weitere Impendanzwechsel über die Stecker, die Anschlüsse, Kupferplatten, und die Füllung selbst nur marginalst. Wer vorher kein Eupen Kabel nutzte, weil es ihm nicht gefiel, hörte bei solch einem Stromreiniger hauptsächlich das Eupen, das findet man in den Berichten. (Ob nur Eupen allein oder Stromreiniger mit Eupen klang fast gleich). Und jetzt mal laut nachgedacht: Das Eupen fängt >100 Mhz immer stärker an zu filtern, Ferrit eben. Und Turmalin soll das nun ab 200 Mhz aufwärts noch verstärken, oder wie ? Genau das fehlt mir bei „manchen Leuten“ in Messungen. Der logische nächste Schritt zur Validierung. In dem Fall: mal 2m Eupen zur Messung mit rein zu nehmen. Und nochmal mit und ohne Füllung zu messen. Das wäre genau das Konstrukt, was ich später dann auch einbaue. Ich kann auch nicht einfach einen Kondensator aus einem DAC messen, und darauf den DAC beurteilen.
Mit ESR ist immer so ne Sache. Der kleinste ESR wird ja genommen, um höchstmöglich kurz zu schließen, bzw abzuleiten. Je höher der ESR, umso geringer. Dafür wird aber wiederum etwas „verheizt“. Eine typische „Verheiz-Schaltung“ wäre ja 100 Ohm in Reihe zu legen. Nur bei den so schon schwachen Filtereigenschaften von Y-Kondis wird die Dämpfung immer kleiner. Man begrenzt ja absichtlich den Stromfluss.
Gruß
Stephan
Argh … ganz vergessen, ohne Anmeldung sieht man das Bild nicht.
Hier das wichtigste: (Turmalin Rote Kurve)

Hallo Eric
Hier die Turmalin Messungen:
Gruß
Stephan
Hallo Eric
Erstmal vorab: Vergesst meine vorigen beiden Beiträge, ich habe die Messung falsch gedeutet ! Sehe hier nur hell- und dunkelblau.
Also erzeugt der Giso von 1-125 Mhz hauptsächlich mehr Störungen.
So:
Wenn ich mich richtig erinnere, hatte Thomas mal im OEM diesen komischen „Stromreiniger“ gemessen. Einmal unbefüllt, und einmal mit Turmalin befüllt. Müsste man raussuchen. Dabei kam raus, das Turmalin eine geringe Dämpfung im Bereich um 200 Mhz bewirkte. Über weitere Messungen wüsste ich nichts.
Meine eigene Theorie ist, das Turmalin auch statische Aufladung „saugt“. Und dadurch hörbare Unterschiede entstehen. Als Versuch hatte ich einfach eine CD genommen. Reibt man diese über einen Pullover, läd sie sich statisch auf, so das die Haare am Handrücken sich aufstellen. Mit Turmalin ist der Effekt weg. Zusätzlich klang sie auch besser im CD (genau genommen waren es 2 identisch gebrannte, eine mit Turmalin, eine ohne, zwecks Vergleich).
2. Versuch: Mit Gummischuhen und Wollpullover bekommt man an Heizung, SK1 Hifigeräten usw einen „gewischt“. Fasst man aber die Klemme an einer Groundingbox an, ist die Aufladung weg.
Da viele Strom- Lautsprecher- und andere Kabel einen PVC Mantel haben, leiten diese Statische Aufladung sehr gut. Früher hatte man Anti-Statik-spray als „Tuning“ benutzt.
Gruß
Stephan
Moment, verwechsel ich etwa die Farben ? Pink seh ich nicht auf meinem Monitor. Ich nenn sie mal hellblau, und dunkelblau. Ist der Giso etwas die dunkelblaue Messung ? Ok, das wär garnix. Dann hab ich einen Farbfehler.
Hallo Eric
Ich erklärs nochmal genauer.
Habe den Bereich mal Rot markiert, wo der Giso eine Reduktion bewirkt. Das sind so grob 70% der Messbandbreite.
Den Bereich unter 1 Mhz kann man ja nicht sehen. Somit wäre er prozentual gesehen eher hilfreich als ohne.
Da aber ein Teilbereich fehlt, wirkt es sich klanglich nicht überzeugend aus. So kann dann die Kombination mit Drosselkabel wieder überzeugen.
Hallo Eric
Doch, ich trau mich das. Habe es grade verlinkt.
Habe noch einige Anmerkungen. Kann du bei den Messungen die Messbereiche, Bandbreite mit angeben ? Diese sind nicht immer ersichtlich. Habe grade die Giso Messung angeschaut. Wenn man die Messung mit Giso prozentual bewerten würde, könnte man sagen, das er in Summe, also über die ganze Bandbreite, mehr dämpft als stört. Seh ich doch richtig ? Es bestätigt aber auch, was ich zum Thema Ferrit bei der Netzentstörung immer versuche, rüber zu bringen. Es ist eine Teil-Entstörung, und diese kann „klanglich“ weniger gefallen als keine, bzw erst in Verbindung mit der Entstörung der fehlenden Bereiche. So behaupte ich zb schon ewig, hat man Netz-mässig keine Filter, und bringt nur Eupen Ferritstromkabel ein, endet auch mal in Mumpf. Kommen Netzfilter hinzu, ist der Mumpf weg, obwohl mal ja „stärker (genauer gesagt breitbandiger)“ filtert.
Nochmal zu den Ferritplättchen, die Daniel erwähnt hat. Ich hatte den OLD6000 innen mit nicht leitender, selbstklebender Ferritfolie bestückt, was sich in höherer Ruhe in der Musik auswirkte. Somit kann ich das nachvollziehen. Hätte dir zum Messen auch mal was davon mitsenden sollen, grr.

Hallo Eric
Habe mal wieder eine Verständnisfrage. Evtl könntest du das beim Messen mal validieren. Bei Ferritkernen bestimmt des Länge erheblich die Dämpfung mit. So stelle ich mal 2 Varianten gegenüber:
- 1. Die normale Anwendung, in Abständen 2 Ferritclips aufs Kabel
- 2. Das Plastik entfernen, die 2 Ferrit-Halbschalen mit Tesa o.ä. am Kabel befestigen, und min 2 weitere Halbschalen eines Kernes direkt an den ersten bringen, das es zusammen einen längeren ergibt.
Würde Nr.2 eine andere/höhere Dämpfung erzeugen ? Bei den Klapp-Varianten gibt es ja leider keine längeren.
Gruß
Stephan
Hallo Eric
So siehts aus. Versuch für die tiefen Frequenzen auch mal dein Nano-Kern, den ich mitgesendet habe. Da sollten dann für tiefe Frequenz so viele Wicklungen wie möglich drauf.
Wo ich mich seit je her in der Logik etwas schwer tue, ist, das im Sicherungskasten der N-Leiter mit dem PE-Leiter fest verbunden wird. Somit wäre rein technisch N = PE (Der Fi mal außen vor). Der PE wurde ja eigentlich nur aus dem Grunde einzeln hinzugefügt, um eine höhere Sicherheit zu Gewährleisten.
Beispiel: Wie soll dann z.B vom Nachbarn eine Gleichtaktstörung auf L + N identisch gegen PE fließen, wenn N bereits auf PE liegt ?
Bei Schaltnetzteilen in einem Raum ist es verständlicher. Dort werden Schaltfrequenzen auf L+N erzeugt, die sich einen Weg zu PE suchen, wobei die kleinste Impedanz zählt.
Noch eine kleine Verständnisfrage: Ferrit allgemein, ist dessen Wirkung in irgendeiner Weise von den Ein- und Ausgangsimpedanzen, oder dem Laststrom, abhängig ? Beim Ersatzschaltbild sollte das zutreffen.
Gruß
Stephan
Hallo Matthias
Das ist doch schon eine Aussage.
Wenn ich einen D-Lock ohne Drossel einfach so einbinde, klingt es dünner, frischer, Pseudo-räumlicher, was einen nach ein paar Tagen eher nervt. Zumal verschwindet Körperhaftigkeit, was ich nicht mag. Die Drossel scheint dem also entgegen zu wirken.
Gruß
Stephan
-
AutorBeiträge

