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  • Dieses Thema hat 628 Antworten und 22 Teilnehmer, und wurde zuletzt aktualisiert vor 39 Minuten von Eric.
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    Beiträge
  • #3392
    Eric
    Administrator

      Hallo Torben,

      Wenn ich die Figur aus dem Video (3 Turns) “vergleiche”/kombiniere mit 3 Turns 74271151S dann sollte der “Buckel” da sein wo die größten Störungen sind.

      Rein Theoretisch könnte das hinkommen. Die Frage ist allerdings in wieweit die Schirmung deines Kabels hier dann wieder reinspielt, und auch der Abstand Deiner Wicklungen zum Kern.

      Hier nochmal eine Impedanzmessung bzgl. Wicklungen um einen Ferrit-Kern aus dem von mir in meinem Artikel verlinkten Dokument von Günter Manfred Mandel:

      Beste Grüsse,

      Eric

      #3395
      Torben
      Teilnehmer

        Hallo Eric

        Die Frage ist allerdings in wieweit die Schirmung deines Kabels hier dann wieder reinspielt, und auch der Abstand Deiner Wicklungen zum Kern.

        Was Biegeradien, Schirmung (U/FTP versus S/FTP) und AWG (AWG 36 versus AWG 26) haben wir wohl unterschiedliche Auffassungen was am besten ist.

        Grüße
        Torben

        #3396
        Torben
        Teilnehmer

          Hallo Max

          Ich werde den Effekt der Turns künftig positiver bezeichnen.
          Mit mehreren Turns erreicht man eine Impedanz-Bündelung bei der Gleichtaktunterdrückung

          Gute Idee 🙂

          Grüße
          Torben

          #3397
          Eric
          Administrator

            Hallo Torben,

            Was Biegeradien, Schirmung (U/FTP versus S/FTP) und AWG (AWG 36 versus AWG 26) haben wir wohl unterschiedliche Auffassungen was am besten ist.

            Das glaube ich nicht, wenn man die Hintergründe bzw. die Motivationen zu den Entscheidungen kennt und versteht. Und dieses ganze Hobby und auch der Betrieb dieses Forums und Blogs wurde von mir aus einem Zweck gestartet: Weg von Meinungen und Auffassungen zu kommen 😉

            Beste Grüße,

            Eric

            #3404
            Eric
            Administrator

              Hallo zusammen,

              da es ja bzgl. der Auswirkungen von Wicklungsanzahl diverse und auch diffuse Diskussionen gibt hier mal eine Messung mit einem 74271222S, einem Slim CAT6 UTP Kabel und 1 – 5 Turns. Das alles mit reeller Ethernet Signal Belastung!

              Hier eine Serie von FFT 0 – 125MHz, jeweils eine Messung ohne Ferrit als Referenz in Blau hinterlegt

              1 Turn

              2 Turns

              3 Turns

              4 Turns

              5 Turns

              Alles weitere hierzu später.

              Beste Grüsse,

              Eric

              #3405
              Eric
              Administrator

                Nochmal hallo,

                in den obigen Messungen sieht man, dass der “Frequenzberg” von ca. 5 – 25 MHz am effektivsten ab einer Windungszahl 4 bekämpft wird. Die 5-fach Wicklung ändert hieran dann nicht mehr viel.
                Bei der 4-fach Wicklung sieht man auch, das der Bereich von ca. 100MHz – 112,5MHz etwas weniger gedämpft wird, was aber in der Summe trotzdem für die Anwendung von 4 Wicklungen bei dem 74271222S spricht.

                Die Peaks bei 97 MHz ist der Funkturm mit seiner Sendefrequenz, die u.a. über das Kabel als Antenne eingefangenen werden und auch gedämpft werden.

                Darauf hin habe ich erste Messungen gemacht, indem ich einen weiteren 74271222S mit 2-fach Wicklung vor den 74271222S mit 4-fach Wicklung gesetzt habe, in der Hoffnung, dass sich hierdurch der Bereich 100MHz – 112,5MHz nochmal reduziert – das ist aber nicht der Fall. Ich werde die Messungen noch nachreichen, aber der Bereich hat sich nochmal verstärkt. Das zeigt nochmal eindrücklich, dass man bzgl. der Wirkung nicht einfach den Rechenschieber aufmachen kann und damit fertig ist. Man kann dies natürlich alles ignorieren und so machen, als gäb es diese Ergebnisse hier nicht und sich in Sicherheit wiegen – weiter kommt man damit aber auf jeden Fall nicht.

                Beste Grüsse,

                Eric

                #3406
                Max
                Teilnehmer

                  Hallo Torben,

                  ich werde den Effekt der Turns künftig positiver bezeichnen.
                  Mit mehreren Turns erreicht man eine Impedanz-Bündelung bei der Gleichtaktunterdrückung

                  Gute Idee 🙂

                  Danke, weniges eine Rückmeldung allen anderen scheint es egal zu sein ?

                  Grüße
                  Max

                  #3407
                  Max
                  Teilnehmer

                    Hallo Eric,

                    Darauf hin habe ich erste Messungen gemacht …

                    Ich würde auch kein pauschales Maximum für Turns vorgeben, das hängt auch vom verwendeten Kernmaterial ab.

                    Deine Messungen sind noch ohne zusätzliche Störer ?

                    Nur der 97 MHz Peak vom Funkturm, der scheinbar bei 3 Turns ein “ganzes Kästchen” besser bedämpft wird, als bei 4 und 5 Turns. Was entspricht ein “Kästchen auf der Y-Achse” ?

                    So aber jetzt halte ich mich zurück, ich hoffe auf #3390 kommt noch eine Rückmeldung.

                    Grüße
                    Max

                    #3408
                    Eric
                    Administrator

                      Hallo Max,

                      Um auf Deine #3390 noch umfänglich zu antworten, fehlen noch ein paar Puzzles.

                      Nein, da sind noch keine zusätzlichen Störer. Es ging in erster Linie mal darum aufzuzeigen, das eine einfache Befolgung von irgendwelchen Angaben nicht automatisch zum Ziel führt. Zusätzlich diente dies dazu die 4 Turns zu überprüfen.

                      Aber auch, das die hintereinander gesetzte Ferrite mit einzeln mehr oder weniger kalkulierbaren Ergebnissen in der Summe nicht kalkulierbar sind.

                      Alles weitere wenn meine Grippe etwas verschwunden ist.

                      Beste Grüße,

                      Eric

                      P.S.: Die Y Rasterweite ist 4dB.

                      #3409
                      SolidCore
                      Teilnehmer

                        Hallo Max

                        Was entspricht ein “Kästchen auf der Y-Achse” ?
                        Das kann ich dir auch sagen. Meist steht es unten im Display vom Oszi. Da steht: 4dB 12,5 Mhz. Von links nach rechts gesehen 0Mhz und pro Kästchen 12,5 Mhz, ergibt 0-125 Mhz. Und eben 4dB Dämpfung pro vertikalem Kästchen, also Messbereich 32dB.

                        Die Messungen zeigen schön meine Meinung. Außer Mumpf kommt da nicht viel (bzw nicht genug), wenn man 1fach nur einen Clip aufsetzt. Er bedämpft eher im obersten Mhz Bereich, und an der Hauptstörung nur gering.

                        Gruß
                        Stephan

                        #3410
                        SolidCore
                        Teilnehmer

                          Argh… kann nicht mehr editieren..
                          Wollte noch schreiben: Man sieht auch in der Messung wie sich der “Buckel”, oder Impedanzmaximierung, des Kerns mit jedem Turn mehr nach links verschiebt. Die gemessene Dämpfung wird auch nach links hin (von 40 Mhz aus gesehen) verstärkt. Somit muss der Kern im Datenblatt bei 1 Turn sein Maximum wenigstens bei 100 Mhz haben. Hab nachgesehen, liegt sogar bei 250 Mhz. Und bei 2 Turns nur noch bei 100 Mhz. Zumindest passt also nachvollziehbar unsere “Buckeltheorie”, oder auch Impedanz-Bündelungs-Theorie. So wäre es denkbar, das der “Buckel” bei 5 Turns schon an der Hauptstörung vorbeigewandert ist.

                          Gruß
                          Stephan

                          #3411
                          Eric
                          Administrator

                            Hallo Stephan,

                            ja, der eine Ferritkern ist eine homöopathische Dosis. Und selbst die viel zitierte Vollbestückung bringt ja nicht so viel: https://ethernet-sound.com/das-drosselkabel-minimierung-der-gleichtaktstoerungen-auf-dem-letzten-meter/#Messungen-2

                            Das kann man aber nur nachvollziehen, wenn man die Störungsgenerierung bei Ethernet über Modemkonvertierung durchdringt und versteht – eigentlich ist das nicht so schwer zu verstehen und alles in dem Drosselkabel Artikel beschrieben.

                            Ebenfalls in den Messung schön zu lesen, dass hier keinerlei Probleme durch die Modemkonvertierung durch den engen Radius bei dem Slim Kabel hinzukommt.

                            Ich werde die Tage hier mal weiter machen mit Kaskadierungen, wie schon beschrieben. Allerdings kommt am Freitag ein Paket von Jürgen mit den Network Acoustics Geräten und die PowerStation von Mathias – es wird nochmal spannend.😉

                            Beste Grüße,

                            Eric

                            #3412
                            SolidCore
                            Teilnehmer

                              Hallo Eric
                              Ja, und es zeigt auch schön, was ich im OEM immer versuche rüber zu bringen, wo ich immer torpediert werde. HF ist kein Höhenregler. Und Mumpf ensteht nur bei einer unpassenden Teilbedämpfung. Ansonsten “klingt” es eher sortierter, aufgeräumter, langzeittauglicher, zisch- und zisselfrei, und mit besserer Raumausleuchtung. Was man schon beim Drosselkabel gegen Clip schön hört.
                              Ich finde die Messungen jedenfalls sehr interessant. Sie zeigen neue Erkenntnisse, und vor allem, inclusive Lösungen.
                              Bin mal auf den Akku gespannt, und was Eon/Muon so können.
                              Mal ne Anekdote zu Akku: Seit nem Jahr habe ich an der Kellertreppe eine Bewegungsmelderlampe mit Li-Ion Akku. Lief bisher einwandfrei. Dann hörte ich ein knackseln, zischeln, lief hin, da war die Lampe am Kokeln und Qualmen, der Kunststoff schon verschmort. Wenn ich bedenke, was so ein 230V Akku für Power hat, ne, lass ma. Für mich ist das nix.

                              Gruß
                              Stephan

                              #3413
                              Eric
                              Administrator

                                Hallo Stephan,

                                nachdem ich die Auswirkung von einem Kurzschluss bei dem Ian Canada gerochen und gesehen habe, bin ich da auch vorsichtiger geworden. Ich hoffe die Powerstation hat wirklich CE, sodass auch ne Hausratversicherung das abdecken wird.

                                Beste Grüße,

                                Eric

                                P.S. anstelle von Waste of Time im OEM ließ doch mal das von mir als Attachment geteilte Dokument, da ist die Zeit besser angelegt: https://ethernet-sound.com/wp-content/uploads/2024/05/HF-Ferrit.pdf

                                 

                                #3414
                                Eric
                                Administrator

                                  Kurze Zwischenmeldung:

                                  Die PowerStation von Matthias und die Acoustic Networks Filter von Jürgen sind heute angekommen. Morgen wird es voraussichtlich losgehen damit.

                                  Ich bin inzwischen etwas weiter mit dem Verlinkten Dokument von Jim Brown gekommen und es ist wirklich teilweise erschreckend, was dieses Dokument in seiner Revision 7 von 2019 geballt enthält und sich weitestgehend deckt mit dem hier ermittelten. Ich kann das nur wärmstens jedem empfehlen.

                                  Beste Grüße,

                                  Eric

                                Ansicht von 15 Beiträgen - 436 bis 450 (von insgesamt 629)
                                • Du musst angemeldet sein, um auf dieses Thema antworten zu können.