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  • als Antwort auf: Drosselkabel #3448
    Eric
    Administrator

      Hallo Jan,

      eine Frage noch zu dem Setup: Welches Netzteil verwendest Du denn am D-Link Switch?
      Hast Du mal über die Variante ein isolation in deiner Netzwerkstrecke entweder per WLAN oder über Optische LWL Trennung zu vollziehen? Ich denke, das dies einiges bringen würde.

      Ansonsten ist es wie Sebastian auch schon gesagt hat, das letztendlich nur eine Messung eigentlich genaueren Aufschluss geben kann. Ich würde auf jeden Fall am Ende zum Streamer die Verdrosselung durchführen und optional nochmal einen (eventuell mit weniger Kernen) am anderen Ende.

      Beste Grüsse,

      Eric

      als Antwort auf: Drosselkabel #3445
      Eric
      Administrator

        Hallo zusammen,

        gerade über folgenden Thread gestolpert: The ultimate network – Alpha Audio (alpha-audio.net)

        Schön, wenn Ideen von hier aufgenommen werden und sich verbreiten – schöner wäre es natürlich, wenn man die Inspirations-Quelle offen nennen würde oder sich vielleicht sogar hier engagieren würde, damit etwas der Arbeit, die man offen verwenden kann, nochmal zurück fließt. Hätte bei Alpha-Audio mehr Respekt erwartet.

        Aber das scheint in Audiophilen kreisen nicht unbedingt an der Tagesordnung zu sein – es soll ja auch hier in DE sehr schöne Exemplare diesbezüglich geben 😉

        Naja egal – schön dass es sich verbreitet und funktioniert!

        Beste Grüsse,

        Eric

         

        als Antwort auf: Stromversorgung #3444
        Eric
        Administrator

          Hallo Stephan,

          grundsätzlich wird sich überall, wo 230V im Spiel ist, auch ein Leckstrom finden.
          Allerdings haben diese bei Schaltnetzteilen laut Swenson eine hohe Quellimpedanz / Ausgangswiderstand, sodass diese sehr schwierig bekämpft werden können und auch die Ethernet Transformer nicht ausreichen, diese ausreichend zu dämpfen – das kann ich alles bei den Messungen nachvollziehen.

          Ich bin aktuell dabei nachzuvollziehen, woher diese hohe Quellimpedanz kommt – die Leckströme bei den SMSPs kommen ja zum einen über den Transformator zustande, aber auch über die Entstör-Kondensatoren, die Primär- und Sekundärseite überbrückt.

          Beste Grüsse,

          Eric

          als Antwort auf: Stromversorgung #3442
          Eric
          Administrator

            Hallo zusammen,


            @juergen192

            momentan bin ich erkältungsbedingt etwas außer Gefecht.

            Willkommen im Club – gute Besserung!


            @solidcore

            Wäre ein Trenntrafo nicht möglicherweise ein passender Ersatz für einen Akku?

            Ich denke wir müssen mal genauer analysieren, bzw. die bisherigen Erkenntnisse zusammenfassen. Welche Störungen gibt es und wie kann ich dies am besten bekämpfen.

            Ich sehe hier 3 Kategorien von relevanten Gleichtakt-Störungen:

            • a) Die Störungen die durch Ethernet selbst durch Modenkonvertierung über die gesamte Signalstrecke entstehen. Wirken auch auf den Klang, selbst wenn eine Isolierung vollzogen wird.  -> Lösung: Drosselkabel
            • b) Störungen durch Schaltnetzteile in der Schaltfrequenz, DC/DC Converter oder sonstige Dreckfinke. Wirken m.E. auch auf den Klang, selbst wenn eine Isolierung vollzogen wird. -> Lösung: Steht noch aus, Drosselkabel V3, Muon, Eno?
            • c) 50Hz Leckströme von Schaltnetzteilen mit hoher Quellimpedanz, daher schwer zu dämpfen  -> Isolation

            Ich sehe in Punkt c) genau wie Swenson einen sehr schwerwiegenden Klangbeeinflusser, der natürlich mit der Powerstation, jedoch auf Kosten von Punkt b), eliminiert wird.

            Die Frage ist, ob man mit einem Trenntrafo dies genau so gut machen kann, ohne Punkt b) zu belasten. (Also da, wo man keinen Einfluss auf das Netzteil haben kann, sondern nur in der 230V Lieferung arbeiten kann) Swesson empfiehlt ja genau aus dem Grund den Topaz Ultra Isolator Trenntrafo, der ja nur 0.005pF Wickelkapazität (auf dem Datenblatt) hat und den ja auch Max hat.

            Beste Grüsse,

            Eric

             

            als Antwort auf: Stromversorgung #3439
            Eric
            Administrator

              Hallo Matthias,

              deine These zu Wirkung in Deiner Variante 2 kann ich folgen und würde das bis auf einen Punkt auch so sehen. Der Auth 503 ist bestimmt nicht nutzlos (ich habe keine Ahnung wie er aufgebaut ist, aber etwas wirkt jedenfalls gegen die Gleichtaktstörungen, eventuell eine Drossel), jedoch nicht so effektiv.

              Ich habe soeben mal einen ersten Hörtest an meinen KEF LS50WII gemacht. Dabei beide LS einmal über je einen Tempests und Hausnetzwerk versorgt und dann über die PowerStation. Die PowerStation konnte mich hier jedenfalls nicht überzeugen. Das Klangbild war etwas unpräziser und verwaschener und die Sibilanten bei Stimmen waren ausgeprägter. Gehört mit Melody Gardot „There Where He Lives In Me“ und Johny Cash „In my Live“.

              Ich werde noch ein paar weitere Messungen machen, bevor ich zu einem abschließenden Fazit komme. Ich denke allerdings schon, das die Powerstation in gewissen Setups eine Berechtigung haben kann. Ähnlich wie der OLD6000, der durch seine (nicht perfekte) Isolation gerade bei Setups, in den Schaltnetzteile mit starken Gleichtaktstörungen eingesetzt werden, positiv durch (weitestgehende) Unterbindung der Stromflüsse wirkt, kann dies auch hier zu einem Aha Effekt führen. Allerdings sollte man dann nicht so blauäugig sein, dass man glaubt, die PowerStation hätte kein HF Problem, was man bekämpfen muss und damit nochmal klanglich grosse Fortschritte machen kann – dies gilt genau so ja auch für den OLD6000. Wem es allerdings ausreicht, die Schwachstellen der Schaltnetzteile (Funfact: die ja meist, von den Fans des OLD6000 und der PowerStation geleugnet, bzw. nicht verstanden werden) zu kompensieren, der kann damit vielleicht leben.

              Im Aufbau von Matthias bei kompletter Galvanischen Trennung der Digitalen Aufbereitung durch Toslink macht das Teil jedenfalls auch Sinn, da ja hierdurch Störungen, die ansonsten ins Stromnetz gegeben werden, vermieden werden. In wieweit hier auch ein Trenntrafo oder der Einsatz von Linearnetzteilen zum gleichen Erfolg führen würden, bleibt offen.

              Beste Grüsse,

              Eric

               

              als Antwort auf: Stromversorgung #3437
              Eric
              Administrator

                Hallo zusammen,

                ich habe soeben nochmal die Abstrahlung der PowerStation mit dem TinySA angeschaut. Das Ergebnis ist nicht verwunderlich. Gelb jeweils die Messung mit der E-Feld Sonde am Kabel das RME Netzteils, eingesteckt im Haus-Stromnetz. Grün das gleiche, jedoch eingesteckt an der Powerstation.

                0-125MHz

                Das deckt sich ja weitest gehen mit den Erkenntnissen, die bei der Ethernet Strommessung rausgekommen ist.

                0-250kHz

                Allerdings zeigt sich hier, das die Ursprung der Hauptstörungen nicht bei 40kHz liegen – muss noch untersucht werden.

                Also wer jetzt noch zweifelt oder verneint, dass diese PowerStation ein EMI Problem haben und Störungen im Gleichtakt haben, muss schon auf mehreren Augen blind sein. Ich gehe stark davon aus, dass das gleiche Ergebnis auch mit der UA1101 heraus kommt, da die UA551 ja der kleine Bruder der UA1101 ist.

                Das einzig gute an der obigen Messung ist, das ich mir anscheinend bzgl. Gleichtaktstörungen im Hausnetzt im HF Bereich keine all zu große Sorgen machen muss.

                Ich würde jedenfalls selbst wenn man die PowerStation mit Drosseln „ruhig“ stellen kann, das Teil weit von irgendwelchen Kabeln oder sonstigen Dingen, wo diese Abstrahlungen einkoppeln können, positionieren.

                Ich habe auch mal die „PE“ Kontakte der Euro Steckdosen gemessen. Einen Durchgang von linker Steckdose zur rechten gibt es nicht. Auch zum Null-Leiter gibt es keinen Durchgang, sodass ich nicht davon ausgehe, das dies ein PEN Netzwerk ist und die Kontakte einfach nirgends verbunden sind.

                Was noch aussteht, ist mal eine Messung des DC 5V USB ausgangs. Eventuell ist die Powerstation ja auch als „grosse“ Powerbank zu gebrauchen.

                Beste Grüsse,

                Eric

                 

                als Antwort auf: Drosselkabel #3436
                Eric
                Administrator

                  Hallo Sebastian,

                  Danke für die Jim Brown Fibel Eric! Echt datenreich und gut verständlich.

                  Das unglaubliche daran finde ich auch, dass man in mehreren audiophilen Foren darüber überhaupt nichts findet. Da stellt man sich natürlich auch die Frage, wie intensiv man sich überhaupt mit dem Thema Entstörung und Ferrite auseinander gesetzt hat und warum Meinung und Postulate, die man dem blinden Gefolge hinwirft, nicht durch transparente Querchecks mit Wissen und Erfahrung von wirklichen Profis in dem Bereich überprüft wurde.

                  Weder eine Site weite Search im OEM liefert Treffer . . . https://www.google.com/search?q=%22jim+brown%22+site%3Aopen-end-music.com

                  . . . noch eine im AH Forum:

                  https://www.google.com/search?q=%22jim+brown%22+site%3Aaktives-hoeren.de

                  P.S.: Hier ein Übersicht über Publikation von Jim Brown: http://audiosystemsgroup.com/publish.htm
                  Ein wahres Archiv an interessanten Fundstücken . . . .

                  z.B. auch dieses Stück: http://audiosystemsgroup.com/AES-SCIN-ASGWeb.pdf

                  Beste Grüße,

                  Eric

                  als Antwort auf: Drosselkabel #3434
                  Eric
                  Administrator

                    Hallo Jan,

                    herzlich willkommen in unsere Runde!

                    Ja, das Drosselkabel sollte ähnlich wie der Muon Filter wirken. Ich habe aktuell den Muon Filter bei mir als Leihgabe von Jürgen, sodass ich nach dem Wochenende genauere Aussagen machen kann, aber prinzipiell wird sich das Ergebnis ähneln: Reduktion der Gleichtaktstörungen!

                    Inzwischen gibt es in der Tat eine neue Version des Drosselkabel. Diese Version verwendet Klappferrite als Drossel mit 4-Fach Wicklung – es ist also immer noch ein Drosselkabel😉. Die Vierfach Wicklung hat sich in mehreren Messungen als ideal dargestellt. Das ist aktuell das wirksamste Kabel. Allerdings sind wir aktuell dabei, dieses noch zu optimieren für Störungen der Schaltnetzteile im tieferen Frequenzbereich, falls man so etwas in seiner Kette hat.

                    Hier die letzte Version: https://ethernet-sound.com/forums/topic/drosselkabel/page/22/#post-3122

                    Kannst Du etwas über Dein Setup sagen? Eventuell haben wir hier noch weitere Tips für Dich, z.B. die Stromversorgung oder aber auch Drossel für USB oder auch XLR AES/EBU Kabel.

                    Alle Messungen und auch Hörberichte haben belegt, dass man die Ethernet Zuspieler zum Streamer am besten isoliert mit Akku betreibt – am besten ohne Schaltregler. Ist dies nicht möglich, sollte man auf jeden Fall ein Linearnetzteil einsetzen, da alle bisher gemessenen Schaltnetzteile (auch die teuren iFi) Gleichtaktstörungen aufweisen, die gerade bei Ethernet über die Twisted Pairs weitergereicht werden und Klang beeinflussend wirken und auch die sonstigen Leckströme aufgrund einer besseren Isolierung geringer sind.

                    Beste Grüsse,

                    Eric

                    als Antwort auf: Stromversorgung #3432
                    Eric
                    Administrator

                      P.S.:

                      Das ist die aktuelle Version die ATL als Filter „inspired by Fo-Felix Project“ verkauft. Hier nun doch mit Y- Kondensator Schaltung (die man ja nicht unbedingt nutzen muss)

                      Quelle: https://www.atlhifi.com/shop/assembled-pcbs/emi-rfi-common-mode-filter-assembled-and-tested-pcb/

                      Beste Grüße,

                      Eeic

                      als Antwort auf: Stromversorgung #3431
                      Eric
                      Administrator

                        Moin Stephan,

                        Der Corcom 6FC hat doch auch einen Y-Kondensator auf PE. D.h. doch, er wird seine Leistung bzgl. Gleichtakt bei der Powerstation nicht ganz ausspielen können.

                        Hast Du Angaben von Fo Felix bzgl. dessen Dämpfungsverhalten?

                        Der KEMET Nano Toroid und auch der #31 Fair Rite Kern haben ja schon besser Dämpfung im unteren Bereich. Ich hätte gehofft, das die hier wenigstens noch etwas Wirkung zeigen.

                        Dieser zuletzt dargestellte Bereich wird dann auch mal das Testbed für das Drosselkabel sein. In meinem Setup mit Ian Canada LiFePo4 und Bypass des 5->3.3V Schaltregler, gibt es da nichts mehr zu dämpfen. Aber in anderen Setups anscheinend schon, was durch das aktuelle Drosselkabel nicht abgedeckt wird.

                        Beste Grüße,

                        Eric

                        als Antwort auf: Stromversorgung #3429
                        Eric
                        Administrator

                          P.S.: ob die PowerStation nun eine HF Sounding Maschine ist, lässt sich noch nicht eindeutig sagen, da die Isolation durchaus auch positive Aspekte hat (Leckströme). Allerdings zeigt sich wie schon vermutet, das es eine HF Dreckschleuder ist. Wenn Personen, die z.B. auch einen OLD9000 zwar mit seiner (nicht perfekten) Isolation, jedoch mit starken Gleichtaktstörungen positiv zwischen schon komplett isolierten und Akku betriebenen FMC und Streamer als klanglichen Fortschritt bewerten, dies auch beim Einsatz der PowerStation tun, kann man m.E. auch spekulieren, das hier die HF Störungen im Sinne des Salz in der Suppe zum Sounding dient. Ausschließen kann man dies faktisch aktuell nicht. Aber wie immer wird es hierzu bestimmt noch genug alternative Fakten geben.

                          Beste Grüße,

                          Eric

                          als Antwort auf: Stromversorgung #3428
                          Eric
                          Administrator

                            Hallo zusammen,

                            Deine Idee, ein Netzkabel zu erdrosseln, entspräche eigentlich nichts anderem wie einer Common-Mode Spule.

                            Das ist der Sinn und zweck der Verdrosselung. Bei einem Schutzklasse II Strippe ist das recht einfach und Kostengünstig von jedem auch ohne weitere Fachkenntnisse zu erledigen.

                            Hast Du ein Datenblatt von dem Fo-Filter mit Impedanz Kurve?

                            Ich habe noch ein paar Messungen mit folgenden Filtern nach der Powerbank gemacht und mal die FFT angeschaut:

                            • Schaffner FN352z mit Schutzleiterdrossel
                            • Audioplan Volksfilter (Danke an Sebastian für die Leihstellung)
                            • Auth EDMZ 503
                            • 2 Drossel mit dem Netzkabel: Kemet Nano Kristall Toroid (7 Turns) und Fair-Rite Toroid Materil #31 mit 6 Turns.

                            In der FFT 0-125MHz konnte nur die Drossel Lösung überzeugen (Bilder kommen noch, da One-Drive zickt).

                            FFT 0-125MHz mit Netzanschluss(Violett) und dann mit Powerstation (Pink):

                            Da geht ganz schön die Post ab mit der PowerStation.

                            Hier nun FFT 0-125MHz mit den Drosseln

                            Im tiefen Bereich konnte keine Lösung grosse Wirkung zeigen.

                            FFT 0-500kHz, ohne Filter. mit Filter ähnliches Bild

                            Unten ist die Kurve bei Netzanschluss, oben die Pinke die der Powerstation.
                            Die Powerstation hat recht starke Störungen mit der Frequenz von 40kHz, die man hier mit ihren Harmonischen sieht.

                            Unten  in der Violetten Kurve kann man bei genauerer Betrachtung die Schaltfrequenz des RME Netzteils, die bei 25MHz liegt, erkennen

                            Diese ist allerdings auch bei PowerStation betrieb vorhanden, in der FFT aber von den starken 40kHz Störungen der Powerstation überdeckt.

                            Das einzige, was beim PowerStation Betrieb besser ist, sind die 50Hz Leckströme, die natürlich nicht mehr vorhanden sind. Im Netrzbetrieb kann hier zwischen Gehäuse des Empfänger TP Link SG105e und PE ca. 80V mit 4uA Stromfluss mit dem Multimeter gemessen werden. Der Stromfluss ist natürlich bei der PowerStation 0.

                            Beste Grüsse,

                            Eric

                             

                            als Antwort auf: Stromversorgung #3422
                            Eric
                            Administrator

                              P.S.:


                              @solidcore
                              :

                              wie ist denn eigentlich die Schaltung vom Fo-Felix Filter? Der hat doch keinen Y-Kondensator und filtert Gleichtakt nur über eine grosse Gleichtaktdrossel – soweit ich das noch im Kopf habe.

                              Das wäre dann auch ein erster Hinweis, warum ein Fo-Felix Filter in einigen Setups  mehr begeistern kann, als ein Tempest Filter, der zwar mit tollen Werten und idealisierten Messung aufwarten kann, aber dann vielleicht an der Realität der PE Situation scheitert.


                              @mister-g

                              Wenn das mit dem Fo-Felix Filter so ist (grosse Gleichtaktdrossel, kein Y-Kondensator), dann wäre dies eine schöne Ergänzung für die Powerstation und garantiert effektiver als der Auth.

                              P.S.P.S.: In Anbetracht dieser Zusammenhänge sollten wir vielleicht einen Thread „Netzentstörung – Reloaded“ aufmachen – wollte ich eigentlich nicht, aber ist ja anscheinend notwendig.

                              Beste Grüsse,

                              Eric

                              als Antwort auf: Stromversorgung #3421
                              Eric
                              Administrator

                                Hallo Stephan/all,

                                Ich bin mir nicht sicher, wie der Auth aufgebaut ist, aber wenn die Hauptwirkung bzgl. des Gleichtakts über den Y-Kondensator und Abführung auf PE erfolgt, dann könnte auch das der Grund sein, das er hier nicht so viel bringt – gibt ja keinen PE mehr….

                                Ich habe inzwischen auch die Vermutung, dass auch bei der Stromversorgung die Gleichtaktstörungen das eigentliche Problem sind und Störungen im Gegentakt über die gesamte Aufbereitungsstrecke „weg-geregelt“ werden. Auch Jim Brown spricht ja davon, das normale Netzfilter nicht wirklich zu gebrauchen sind, da sie die Gleichtaktstörungen auf PE abladen, womit niemanden geholfen ist. Er empfiehlt ja auch hier eine Verdrosselung der Netzleitung – das habe ich bei der PowerStation mal mit Erfolg gemacht, wobei der Frequenzbereich noch besser angepasst werden muss.

                                Falls ich mit der These, dass generell die Gleichtaktstörungen und deren Stromflüsse an Klangveränderungen schuld sind, richtig liegen würde, dann erklärt sich m.E. damit auch, warum Filter in verschiedenen Setups unterschiedlich Wirken und klingen (ja, ja, ja, schon klar, Netzfilter klingen nicht, aber es ist einfache dies so zu beschreiben). Je nachdem wie die Weiterverarbeitung, bzw. die Stromflüsse dann über PE erfolgen kann es dann zu unterschiedlichen Klangausprägungen kommen. Wenn man dann bedenkt, das ein Hauptprotagonist der Netzentstörung mir noch vor einem Jahr erklärt hat, das Geleichtaktstörungen auf DC „starker Tobak“ sind und das Thema auch ansonsten nirgends (z.B. auch bei Messungen von Netzteilen) beachtung geschenkt wird, kann jedenfall ich mir nun etwas besser Vorstellen, wo denn viele der bisher ungeklärten Klangänderungen begründet sind.

                                Ich glaube inzwischen, dass die Verdrosselung, erstmals bei Ethernet in der Art herausgefunden, auf alle Kabel, über die Gleichtaktstörungen sich ausbreiten und fliessen können (und keine Signale laufen, die beeinflusst werden, also vornehmlich Differentialsignale), eine der effektivsten Massnahmen ist, die man machen kann. Vielleicht macht Jürgen ja demnächst mal den Test mit XLR AES/EBU. Mit USB habe ich das ja schomal aufgezeigt. Vielleicht will auch mal jemand einen Test mit einer Verdrosselung des Netzkabels machen. Ich habe das ja bei der Powerstation und dem RME Netzteil gemacht – wobei es hierbei ja um ein Schutzklasse II Gerät handelt.

                                Jim Brown spricht auch davon, das ein Grenzwert überschritten werden muss, damit eine signifikante Reduktion der Störungen erfolgen kann. Er spricht von 5kOhm Impedanz, die seines Erachtens erfüllt sein muss um zum Ziel zu kommen – diese Zahl habe ich auch schon von anderen Experten gehört/gelesen. Das deckt sich ja auch mit den Erfahrungen des Drosselkabels – erst eine sehr hohe Impedanz durch Mehrfachwicklungen führt zum Erfolg.

                                Ich habe inzwischen ein DC Kabel aus einem AWG22 von dem Draka CAT 8.1 gebaut und dieses mit Erfolg verdrosselt.

                                Und auch die Isolation vom Stromnetz ist zwar ein guter Schritt, aber selbst dann finden Stromflüsse im Gleichtakt statt – bei Ethernet anscheinend über das komplexe Kabelsystem, oder die Spannungsstörungen entladen sich woanders ins System hin, sodass Stromflüsse erfolgen – anders kann man sich die Stromflüsse, die ja nachweislich durch die Messungen festgestellt sind, nicht erklären.

                                Beste Grüsse und schönen Feiertag,

                                Eric

                                als Antwort auf: Stromversorgung #3418
                                Eric
                                Administrator

                                  Halbzeit Meldung:

                                  Vielleicht sind es Rückstände meines rheinischen Braunkohlestroms , mit der ich die Kiste geladen habe, die man da sieht 🙂

                                  Interessanter Gedanke! Bei den Daten hört man ja auch immer wieder, dass es je nachdem woher diese abgespeichert werden, zu Klangunterschieden kommt…. Warum dann nicht auch beim Strom? Ich füll den Tank dann mal vor Rücksenden mit saubersten französischem Atomstrom….

                                  Ein neues Top Thema für „Akte X – Die unheimlichen Fälle der Goldohren“….

                                  Beste Grüße,

                                  Eric

                                   

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