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Hallo zusammen,
nachdem heute morgen 65 Schrumpfschläuche im Akkord zugeschnitten wurden, hatte ich jetzt nochmal Zeit den Isolatoren etwas genauer unter die Lupe zu nehmen.
Vorweg nochmal das Ziel, das wir mit dem Isolator verfolgen: Maximal Reduktion von Störungen im untersten Frequenzbereich zur Ergänzung des Drosselkabels.
Bei der Analyse der Isolatoren ist jetzt aufgefallen, das die Newava Transformer im Oberen Frequenzbereich durchaus eine stärkere Seitenstreuung haben. Das ist nicht weiter schlimm und das eine Erhöhung der Störungen im oberen Frequenzbereich stattfinden war klar – dafür gibt es ja dann das Drosselkabel.
Ich habe zur Analyse die zwei Extreme (Worst-Best) genommen, die ich mittels einen Quick-Checks ermittelt habe.
Die Frequenzanalysen habe ich mit dem neuen Spectrum Analyzer gemacht, der m.E. stärker auf äussere Störeinflüsse reagiert. Ich bin daher dabei das Messsetup noch zu optimieren, aber für die Vergleiche hier reicht es schon aus.Zuerst mal eine Analyse 0-250Mhz:

Gelb: Kabel ohne Isolator
Pink: Best
Blau: WorstMan sieht hier schön, das im Bereich bis ca. 10MHz die Isolatoren fast identisch sind, darüber es allerdings zu stärkeren Abweichungen kommt.
Jetzt mal genauer im relevanten Bereich 0 – 10MHz

Farben sind identisch wie oben:
Man sieht hier genauer, dass die Isolatoren fast identisch sind in diesem Bereich.
Danach wurde mal ein Eye-Pattern Vergleich gemacht. Hier vermutete ich zuerst mal, das der „Worst“ Isolator sehr schlecht abschneidet, da er ja im oberen Frequenzbereich wo auch Oberschwingungen des Ethernet Signals sind, nicht gut abschneidet.
Hier das Ergebnis von dem „Best“:

Und von dem Worst:

Das Eye-Patter vom „Worst“ Isolator ist nicht optimal, aber immer noch im akzeptablen Bereich – der SOTM Isolator hat hier auch keine besseren Werte geliefert.
Aber uns interessiert ja, wie sich die Isolatoren als Ergänzung zum Drosselkabel schlagen:
Hier nun ein vergleich der Isolatoren mit dem Drosselkabel:

Hier kann man sehen, das die Unterschied nur noch marginal sind.
Nochmal im Bereich 0-10MHz

Gelb: normale UTP Kabel
Grün: Drosselkabel V3 ohne Isolator
Pink: Best Isolator
Blau: Worst IsolatorMan sieht, das der Isolator hauptsächlich im sehr tiefen Frequenz-Bereich wirkt in der Kombination und das die Isolatoren hier fast identisch sind.
Danach habe ich mit dem Oszi mal Messung des Störstromlevels gemacht:
Hier mit dem „Best“-Isolator

Peak-Peak: 120,8mV
RMS:3,2mVMit dem Worst-Isolator

Peak-Peak: 124,8mV
RMS:3,3mVDas sind marginale Unterschiede.
Darauf hin habe ich mehrere Hörtests gemacht um zu schauen, ob es irgend einen Unterschied zwischen den beiden gibt. Hierzu wurden die beiden Isolatoren vor jedem Einbau „gemischt“, sodass ich am Ende des Mischvorgangs nicht mehr wusste, welche Best“ oder „Worst“ ist. Ich konnte hierbei keine klare Zuordnung treffen, sodass die beiden Isolatoren in Kombination mit dem Drosselkabel gleich wirken. Ich hatte den Tst extra mit dem Heim-LAN gemacht und nicht mit dem TP Link WIFI Setup und ich muss sagen, das was ich da gehört habe, hat mir durchaus gefallen, sodass ich mit dem Drosselkabel und Isolator den TP Link Wifi Client nicht groß vermisst habe.
Dass es bei den Newava zu so großen Unterschieden kommt im hohen Frequenzbereich hat mich ehrlich gesagt etwas überrascht. Allerdings hat auch der Science Conversation Transformer im höheren Frequenzbereich ähnlich schlecht abgeschlossen, wir die schlechten Exemplare von Newava, sodass nicht zu vermuten ist, das man hiermit besser gefahren wäre.
Ich habe den „Worst“ aus der Menge der zu versendenden Isolatoren aussortiert.
Die Zusammenstellung der Isolatoren für den Versand wird komplett zufällig erfolgen, sodass dort niemand angst haben muss, benachteiligt zu werden.
Jetzt werden Kartons bestellt und Versandmarken organisiert.
Beste Grüsse,
Eric
Kleines Gruppe Bild der Isolatoren Garde:

Soeben alle erfolgreich auf Funktion getestet.
Beste Grüße,
Eric
Hallo Stephan,
interessant wäre auch die DC Leitung mittels DC Hohl-Stecker+Buchse aufzutrennen, sodass man DC Filter einsetzen und testen kann.
Beste Grüsse,
Eric
Hallo zusammen,
gerade war der UPS Mann da und hat das verspätete Weihnachtsgeschenk übergeben:

Direkt mal ein Isolator ausgepackt und ausprobiert: Jawoll, er funktioniert (und hört sich natürlich fantastisch an ;-))
Und bzgl Lötstellen und Fertigung gibts auch nix zu meckern:

Heute Abend wird dann mal gemessen.
Melde mich dann nochmal.
Beste Grüsse,
Eric
Hallo Stephan,
Eine Anmerkung erlaubt ?
Natürlich, darum sind wir doch in einem Forum.
Ich denke, dass wie bei Ethernet auch die Störungen der Spannungsversorgung als CM/Gleichtakt auf der Datenleitung auftauchen. Somit kann man m.E. durch eine separate Stromeinspeisung etwas Minderung erlangen, jedoch werden weiterhin die Störungen der internen Schaltregler und Schaltnetzteile auf der Datenleitung als CM sein.
Das Drossel USB wirkt auch nur in dem Bereich und aktuell nicht sehr stark in dem Bereich der Störungen aus dem USB Signal selbst.
Beste Grüsse,
Eric
Hallo zusammen,
da ich ja aktuell auf die Lieferung der LAN Isolatoren warte, habe ich mich heute mal wieder dem Thema USB Drosselkabel gewidmet mit erstaunlichem Ergebnis.
Inzwischen habe ich mir ein Mess-Fixture mit der DIY Stromsonde, ähnlich wie bei Ethernet, gebaut.
Die frage war am Anfang, welches Kabel denn für erste Versuche mit Mehrfachwicklung geeignet ist. Bei der Suche bin ich dann auf USB C Kabel gekommen, die in der Regel recht flexibel sind. Also mal bei Ebay ein 3m USB C Kabel bestellt: https://www.ebay.de/itm/174120702561
Und dann einen USB C auf USB B adapter dazu: https://www.ebay.de/itm/166004788080Dann habe ich heute aus dem 3m USB C Kabel ein Drosselkabel entsprechend meiner letzten V2.5 Ethernet Drosselkabel gebaut. https://ethernet-sound.com/forums/topic/drosselkabel/page/53/#post-4161
Allerdings ging um den letzten 74271222S nur noch 4 Wicklungen.
Als dann:
1 x 74271222S mit 4 Wicklungen
2 x 74271222S mit je 5 Wicklungen
3 x 74272222 mit jeweils 5 WicklungenDann habe ich mal zuerst Messungen mit einem Standard USB Kabel zwischen Logitech Squeezebox und dem RME ADI 2 DAC gemacht – und zwar heute zuerst mal nur Messungen mit dem Oszi um den Störungspegel zu ermitteln ohne auf die Frequenzen zu schauen – das kommt später noch.

Ergebnis:

Peak-Peak: 2,14V
RMS: 100mVDas sind ganz schön beachtliche Werte im Vergleich zu dem was bei Ethernet so an Störungen gemessen wird.
Das ganze jetzt mit dem USB Drosselkabel:

und siehe da: (Achtung andere Y-Skalierung)

Peak-Peak: 376mV
RMS: 13mVDas ist eine beachtliche Reduktion!
Danach habe ich direkt im Messraum mit dem Denon D9200 eine Hörsession gemacht.
Was soll ich sagen? Beim Standard Kabel hört sich Johny Cashs „The Man Comes Around“ einfach flach und etwas scharf an – halt wie ne Squeezebox.
Mit dem Drosselkabel kommt dann das gewohnte Gänsehautfeeling auf, bedingt durch die tiefe und räumliche Darstellung von Stimme und Gitarre ohne jegliche Schärfe.
Da geht bestimmt noch mehr, aber das ist schon wirklich erstaunlich und kann ich nur jedem, der ein paar Ferrite noch rumliegen hat ans Herz legen.
Aber Achtung – das letzte Wort ist hier bestimmt noch nicht gesprochen.
Beste Grüsse,
Eric
Hallo Daniel,
vielen Dank für die interessanten Schilderungen. Bin gespannt wie es weiter geht.
Jetzt wo ich den dreh mit der Produktion raus haben, kann es durchaus sein, dass wir eine zweite Runde für die Isolatoren machen, falls genügend Bedarf besteht.
Beste Grüsse,
Eric
Hallo Sebastian,
vielen Dank für Dein Worte!
Ich fühle mich hier mit allen Teilnehmern ebenfalls sehr wohl und hoffe dass wir den Umgangston hier so weiter führen können. Letztendlich geht es doch bei einem Hobby darum Spaß zu haben und am besten gemeinsam.
Nachdem es kleine Verzögerung beim Zoll in Köln gab, scheint es jetzt weiter zu gehen, sodass die Teile demnächst eintreffen werden. Bin schon gespannt wie Bolle das Paket mit der ersten ethernet-sound.com Produktion entgegen zu nehmen.
Beste Grüsse,
Eric
Hallo zusammen,
ich bin aktuell dabei mal etwas Recherche zum Thema Erdung zu realisieren und dabei auf folgende Artikel aufmerksam geworden:
https://www.diyaudio.com/community/threads/audio-component-grounding-and-interconnection.163575/
Und ein Paper vom schon bekannten Jim Brown: http://audiosystemsgroup.com/SurgeXPowerGround.pdf
Ich bin hier noch nicht durch, aber denke das dies auch andere interessieren könnte.
Beste Grüsse,
Eric
Hallo Leo,
HDMI ist genauso wie USB eine Quelle an Störungen die man mit Drosseln bekämpfen kann.
Da es meines Wissens auch differentiale Datenübertragung nutzt, sollte ein Drosselkabel hier sehr wahrscheinlich auch wirksam sein – allerdings müsste man sich das Frequenzspektrum mal genauer anschauen.
Beste Grüsse,
Eric
Hallo zusammen,
Also bisher bin ich echt begeistert von den JLCs.
Der ganze Prozess ist dort komplett durchgetaktet.
Man lädt einfach die Gerber Dateien hoch, dann die BOM und CPL Files und man bekommt direkt auf der Online Seite ein Angebot das man bestellen kann. Die haben selbst ein riesiges Lager an Komponenten, auf die man zurück greifen kann. Wenn man natürlich sowas exotisches wie wir braucht, dann kann man bei Mouser oder Digikey bestellen.Danach wird man von einen Ingenieur kontaktiert um die Teilepositionierung und die Fertigungsdateien zu bestätigen.
Sollten dann noch Fragen auftauchen wird dies sehr schnell per Mailkommunikation gemacht.Alle Prozessschritte sind im Status abgebildet – echt beeindruckend.
Sie bieten auch 3D Druck und CNC Fräsen als Service an – eventuell was für Gehäuse in Kleinauflagen
Hier mal einige Facts von JLC:

Beste Grüsse,
Eric
Hallo Rainer,
meine Tätigkeit war nur auf Kontrolle und etwas Mailverkehr mit den Chinesen beschränkt – das war schon OK.
Die Chinesen haben über Weihnachten und Neujahr gearbeitet.Die Isolatoren sind nun anscheinend in der Luft und Lieferdatum wird nun der Dienstag 7.1. angegeben.
Beste Grüsse,
Eric
Hallo zusammen,
neues Update:
Die Isolatoren sind alle produziert, verpackt und befinden sich aktuell im Export Zoll beim Flughafen in Hongkong.
Beste Grüsse,
Eric
Hallo Stephan,
m.E. ist die Wirkung der Drossel auf zwei Sachverhalte zurückzuführen.
Durch die hohe Impedanzfehlanpassung werden Störungen reflektiert.
Zusätzlich suchen sich die Störungen einen Weg, der niederimpedanter ist als der der Drossel.Beste Grüsse,
Eric
Hallo Leon,
auch die KEF LS50 W I waren sehr sensibel am LAN Eingang, sodass dort auch das Drosselkabel eine Verbesserung (auch gegenüber dem WLAN Interface) ergeben wird.
Die Verbindung zwischen den Boxen ist kein Ethernet – obwohl ein CAT Kabel dafür verwendet wird.
Auf einem TwistedPair wird ein Diffentialsignal gesendet – das ist für die Musik-Übertragung zuständig. Eventuell ist es AES/EBU, I2S oder etwas proprietäres.
Auf den anderem Paaren sind anscheinend Steuersignale.Ich habe hier ein Kabel auch mit jeweils 4 Ferriten 74271222S und 3 Fach Wicklung an jedem Ende erfolgreich eingesetzt. Der Klanggewinn ist jedoch nicht so gross wie der des Drosselkabels.
Ich will dies in Zukunft auch nochmal genauer anschauen.
Bzgl. der unterschiedlichen Auswirkungen des Drosselkabels hatte ich ja schonmal eine These, die sich in erster Annäherung auch Messtechnisch gezeigt hat.
Ein Streamer produziert ja auch selbst Störungen (bzw. auch sein Netzteil). Diese Störungen suchen sich natürlich ihren Weg zurück zur Masse oder zu ihrer Quelle. Diese Störungen können nun auch einen Weg über Ethernet finden und hierdurch z.B. bei eine USB Verbindung zum DAC dann nicht mehr über den USB Weg wirken. Wenn jetzt mit dem Drosselkabel dieser Weg „versperrt“ wird, dann können die Störungen durchaus sich auch einen Weg über USB suchen, sodass diese dann klanglich wirken können.
Beste Grüsse,
Eric
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