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Danke Eric, sehr interessant und vielen Dank, dass du das nochmal messen möchtest.
Ja, UTP wäre dafür aus meiner Sicht am aufschlussreichsten, weil dann der Schirm als zusätzlicher HF oder Massepfad nicht noch als weitere Variable hinzukommt.
Der für mich spannende Punkt ist genau die Trennung zwischen “im Kabel vorhanden” und “im Gerät elektrisch relevant”. Bei einem normalen 4×2-UTP-Kabel sind die Paare 4–5 und 7–8 ja physisch von Stecker zu Stecker vorhanden. Ob sie dann wirklich “tot” sind, hängt vermutlich davon ab, was der jeweilige Port intern mit diesen Pins macht, also offen, ESD-Strukturen, parasitäre Kapazitäten, Layout, eventuell Terminierung usw.
Bei deinem WR902ac scheint das durch die intern totgelegten Paare schon weitgehend entschärft zu sein. Bei anderen 100-Mbit-Geräten oder bei 1000Base-T-Ports könnte das aber anders aussehen.
Falls du mit einem 1000Base-T-Switch misst, wäre für mich besonders interessant, ob man irgendwie unterscheiden kann zwischen:
1. dem Effekt, dass bei 2×2 die zusätzlichen Leiter 4&5 und 7&8 als mögliche HF-/Gleichtaktpfade wegfallen, und
2. dem Effekt, dass der Link dadurch vermutlich von 1000Base-T auf 100Base-TX fällt.Denn sonst misst man wahrscheinlich beides gleichzeitig: weniger verbundene Leiter und gleichzeitig einen anderen PHY-Betriebsmodus.
Bin gespannt, was dabei herauskommt.
Beste Grüße,
Danke Eric, das ist klar.
Eine kleine Nachfrage: Mein 2×2-Gedanke bezog sich nicht nur auf den CYLD05F am freien Port, sondern allgemeiner auf 100Base-TX im aktiven Signalweg.
Du hattest geschrieben, dass das Auftrennen der nicht benötigten Adernpaare bei 100Base-TX ein alter Hut sei. Siehst du diesen 2×2-Ansatz eher getrennt von deinem Drosselkabel/Gleichtakt-Ansatz, oder kann das ebenfalls eine Rolle bei der Reduzierung von HF-/Gleichtaktkopplung zwischen Switch und Streamer spielen?
Anders gefragt: Beim Drosselkabel wird Gleichtaktstrom auf dem vorhandenen Kabel bedämpft; bei 2×2 werden zwei nicht benötigte leitende Wege ganz entfernt. Sind das aus deiner Sicht zwei unterschiedliche Ansätze, die man getrennt betrachten sollte?
Beste Grüße
Hi Eric,
Thank you for the CYLD05F measurements. Since you linked to the thread on The Audio Standard, I noticed that several people there use the CYLD05F differently: not inline in the active data path, but connected with a short Ethernet cable to an unused switch port. Some also connect the ground lead and report a slightly stronger effect.
I understand that your measurements were inline, where the CYLD05F did not improve the signal and even slightly worsened noise/jitter.
My question is narrower: from your experience with Drosselkabel/common-mode noise, could this one-sided use at an unused switch port still plausibly change the RF/common-mode behavior of the switch, even though it is not improving the active Ethernet signal?
And because you mention the old 2×2 trick for 100Base-TX: for such a short unused-port stub, would you expect a 2×2 cable to be more sensible than a normal 4×2 cable, or is that impossible to predict without measurement?
Best regards,
Sorry for the mess above. I try once more:
Eric, I’m happy you’re curious — I am too.
This is what they are saying on Audiostandard. In some cases they even use up to five units in one setup.
How the CYLD05F is used:
Inline in the Ethernet connection (e.g. Router → CYLD05F → Switch/Streamer)
Sometimes treated as a “drain” or grounding/noise-drain device
Using the shortest possible Ethernet cable after the device on the receiving sideWhat users subjectively report:
Lower perceived noise floor
Smoother or softer highs
Slightly more clarity/detail
Improved spatial presentationSind Deine Äusserungen zu Toslink aus Post 5541 auch auf die „galvanische“ Isolation von WLAN zu übertragen? Wäre dann ein Erklärungsversuch warum ein mit sauberen Strom und Open WRT befriedeter Access Point ein „besseres“ Funksignal als ein HF belasteter Router zu generieren im Stande ist .
Ja, mit Einschränkung. WLAN unterbricht wie Toslink einen direkten leitungsgebundenen Pfad, aber „absolute“ Isolation ist es in der Praxis nicht, weil Sender und Empfänger weiterhin aktiv betriebene, versorgte Baugruppen sind und über Netzversorgung und Abstrahlung gekoppelt bleiben.
Dein „besseres“ Funksignal würde ich deshalb nicht als „bessere Bits“ verstehen, die Pakete werden geprüft und bei Bedarf erneut gesendet, sondern als insgesamt „saubereres“ Verhalten des AP. Sauberer Strom kann die netzgebundene und abgestrahlte Störlast des AP reduzieren. OpenWRT kann über Settings und Hintergrundlast das Link Verhalten beeinflussen, also Scanning, Retries und Burstigkeit. Wenn der Funklink ohnehin stabil ist, kann das eher greifen; in schwieriger HF Umgebung dominieren oft erst Reichweite, SNR und Client Positionierung.
Ein batteriebetriebener WR902 kann den Netzteil AC Anteil reduzieren, die HF und die interne Aktivität bleiben.
Beste Grüsse
PaulDelete
Ich sehe das ähnlich. Toslink unterbricht zwar den direkten elektrischen Weg, sodass keine Gleichtaktstörungen im klassischen Sinn übertragen werden. Ganz „immun“ ist es in der Praxis aber trotzdem nicht, weil Sender und Empfänger weiterhin elektrisch versorgte Baugruppen sind. Versorgung, Taktverhalten und auch das lokale HF-Umfeld können sich indirekt noch auswirken. Deshalb können Änderungen upstream manchmal noch hörbar sein – meist deutlich abgeschwächt, aber eben nicht immer komplett weg.
Ich sehe da auch eine Parallele zum Airgap. Der trennt einen großen leitungsgebundenen Störpfad sehr effektiv, aber das Funkmodul selbst existiert weiterhin und arbeitet in einem HF-Umfeld, das durch den AP geprägt wird. Es ist also keine absolute Isolation, sondern eine sehr wirkungsvolle – bis andere Einflüsse dominanter werden.
Beste Grüsse,
Paul
Now I am hoping to find someone who can build 2 v2.5 DrosselKables for me… am in USA.
With the right pieces, it’s not that difficult to assemble yourself.
https://www.digikey.com/en/products/detail/würth-elektronik/74272222/9858451
One additional thought: this is also why I find placement and proximity experiments only become interesting fairly late in the process. As long as other noise dominates, they tend to be inconclusive. Once things are quieter overall, even small positional changes can sometimes become more informative, or not, which is equally useful to know.
Hallo Eric,
I’m not trying to derive rules here, and I fully understand the lack of measurement. For me it’s more about audibility boundaries: in very “busy” RF environments, small changes often seem masked and therefore irrelevant, whereas in cleaner environments the same changes can become easier to discern. I don’t see this as a mechanism or recommendation, just as a condition under which listening experiments seem to make more sense.All the best,
Paul
As a test, I configured a WR902AC as an access point and used it instead of the Fritz!Box’s 5GHz guest Wi-Fi network. So, I connected the WR902ac to an Ethernet port on the Fritz!Box.
I didn’t notice anything significant with this change that would have resulted in a complaint.Hey @Eric, thanks for the AP test. It is super useful info. One thought I’ve had in the context of this: your model focuses very clearly on cabled/conducted noise paths and power/supply domains, which makes a lot of sense and seems very solid. What it doesn’t explicitly address (and maybe it has elsewhere) is the idea of near-field/spatial presence. That once a device sits physically close to the DAC, its RF field and switching activity could still be part of the DAC’s local noise environment, even if the cables themselves are clean. Not saying it contradicts your work, just that it feels like a complementary factor worth experimenting with in some setups. What are your thoughts on that?
Best regards,
Paul
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