Startseite Foren Forum Drosselkabel Antwort auf: Drosselkabel

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Max
Teilnehmer

    Hallo in die Runde,

    @Matthias

    vielen Dank für das Zitat von User Haribo:

    “Wenn man mehrere Ferrite auf einer Leitung anbringt, kann man Ferrite für den unteren Frequenzbereich nicht einfach mit Ferriten für den hohen Frequenzbereich kombinieren oder anders ausgedrückt, die Auswahl der Ferrite ist nicht ganz einfach. …

    dem Thema sollten wir nach gehen.
    Fast alle Konstruktionen hier im Thread bestehen aus 2 oder mehr unterschiedlichen Kernen.
    Wurde das oben bei der Auswahl der unterschiedlichen Kerne berücksichtigt ?


    @Eric
    :

    Werden die Ferrite (als Klappferrite oder als Röhren) nur hintereinander auf das Kabel gesetzt, erreicht man nicht die Wirkung die man benötigt,

    einerseits klar, die Anzahl Windungen gehen quadratisch in die Induktivität ein.
    Anderseits ist das Ferrit-Material wichtig, welches hattest Du bei den Röhren verwendet ?
    Bei mehreren Windungen kommen Effekte wie Biegeradius und kapazitive Kopplung zwischen den Windungen ins Spiel ?

    @Stephan

    Also ich kann Haribo folgen, und er hat auch nicht Unrecht. Deshalb habe ich später darauf hingewiesen, das LF + HF Kerne nicht unmittelbar nebeneinander liegen sollen. Dadurch verändert sich die Güte, durch die Kabelparameter dazwischen. Der genannte Effekt wird also kleiner.

    theoretisch kann ich Haribo auch grob folgen.

    Zitat von User Haribo:

    Ferrite sind in ihrem unteren Frequenzbereich induktiv, im optimalen Wirkfrequenzbereich haben sie hauptsächlich eine reellen Widerstandsanteil, um im oberen Frequenzbereich einen reellen und kapazitiven Anteil aufzuweisen.

    Nimmt man nun einen Ferrit für den unteren Frequenzbereich, so hat dieser in dem für ihn hohen Frequenzbereich einen kapazitiven Anteil, während der Ferrit für den hohen Frequenzbereich noch induktiv sein kann. Kapazitive und induktive Anteile sind Blindwiderstände mit unterschiedlichen Vorzeichen und können sich somit teilweise gegenseitig aufheben. Das bedeutet, wenn du nun diese Ferrite kombinierst, haben die beiden Ferrite in einem Frequenzbereich weniger Dämpfung als die einzelnen Ferrite allein aufweisen und bei ungünstiger Wahl ist dies recht deutlich. Man muss also die Ferrite so auswählen, dass dieser Effekt nicht so ausgeprägt ist. Das ist nicht einfach …

    sehr interessant,
    die Addition von kapazitiven und induktiven Anteilen sollte unabhängig vom Abstand erfolgen ?
    Wurden sinnvolle Abstände zwischen den unterschiedlichen Kernen genannt ?
    Oder sind Breitbandkerne deshalb doch im Vorteil ?

    Grüße
    Max