Start › Foren › Forum › TP Link TL-WR902AC › Antwort auf: TP Link TL-WR902AC
Danke Eric, sehr interessant und vielen Dank, dass du das nochmal messen möchtest.
Ja, UTP wäre dafür aus meiner Sicht am aufschlussreichsten, weil dann der Schirm als zusätzlicher HF oder Massepfad nicht noch als weitere Variable hinzukommt.
Der für mich spannende Punkt ist genau die Trennung zwischen “im Kabel vorhanden” und “im Gerät elektrisch relevant”. Bei einem normalen 4×2-UTP-Kabel sind die Paare 4–5 und 7–8 ja physisch von Stecker zu Stecker vorhanden. Ob sie dann wirklich “tot” sind, hängt vermutlich davon ab, was der jeweilige Port intern mit diesen Pins macht, also offen, ESD-Strukturen, parasitäre Kapazitäten, Layout, eventuell Terminierung usw.
Bei deinem WR902ac scheint das durch die intern totgelegten Paare schon weitgehend entschärft zu sein. Bei anderen 100-Mbit-Geräten oder bei 1000Base-T-Ports könnte das aber anders aussehen.
Falls du mit einem 1000Base-T-Switch misst, wäre für mich besonders interessant, ob man irgendwie unterscheiden kann zwischen:
1. dem Effekt, dass bei 2×2 die zusätzlichen Leiter 4&5 und 7&8 als mögliche HF-/Gleichtaktpfade wegfallen, und
2. dem Effekt, dass der Link dadurch vermutlich von 1000Base-T auf 100Base-TX fällt.
Denn sonst misst man wahrscheinlich beides gleichzeitig: weniger verbundene Leiter und gleichzeitig einen anderen PHY-Betriebsmodus.
Bin gespannt, was dabei herauskommt.
Beste Grüße,